Die Baumodelle zum St. Galler Klosterplan

Anna Fussenegger
2020 unpublished
Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit den Baumodellen, die zum St. Galler Klosterplan entstanden sind. Es handelt sich dabei um ein Modell von Julius Lehmann und dem Historischen Verein des Kantons St. Gallen (1877), das sich im Historischen und Völkerkundemuseum St. Gallen befindet, zwei Modelle von Walter Horn und Ernest Born (1965 und 1979), von welchen das kleinere in der Stiftsbibliothek von St. Gallen und das große im Surmondt- Ludwig –Museum in Aachen aufbewahrt wird, ein
more » ... wahrt wird, ein weiteres Modell von Walter Studer (1990) und eines von Hans Gelbhaar (1991), die ebenso in der Stiftsbibliothek von St. Gallen gelagert sind. Eine detaillierte Beschreibung, sowie vergleichende Analyse der Modelle, die in der Forschung bisher ausblieben, sollen zu neuen Erkenntnissen führen. Dabei werden auch Überlegungen zum Rezipientenkreis und zur Ausstellung der Objekte miteinbezogen. Es wird gezeigt, dass das Modell von Horn und Born aus dem Jahre 1965 im Hinblick auf die Gebäudekonstruktionen am detailliertesten ausgearbeitet wurde. Ihr kleineres Modell aus dem Jahre 1979 wiederum, konnte den weitaus größten Rezipientenkreis erreichen. Ebenso wird dargelegt, dass die von Museen in Auftrag gegebenen Modelle, aufgrund der musealen Vermittlungskonzepte, eine reichere Ausschmückung erhalten haben. Auch die Rekonstruktionszeichnungen zum St. Galler Klosterplan werden beschrieben, miteinander verglichen, sowie analysiert. Hierbei handelt es sich um die Zeichnungen von Georg Lasius (1876), von Ernst Fiechter-Zollikofer (1936), von Karl Gruber (1937), sowie von Alain Sorrell (1965). In der Forschungsarbeit wird deutlich gemacht, dass es bei diesen Rekonstruktionszeichnungen vorrangig um Gesamtdarstellungen des Klosterbezirkes ging. Dabei nutzten alle Zeichner die Vogelperspektive. Zum Schluss wird die Geschichte des Modellbaus vom 19. bis ins 20. Jahrhundert untersucht. Es wird aufgezeigt, dass sich der Modellbau schon im 19. Jahrhundert zu einem eigenständigen Beruf entwickeln konnte und er im 20. Jahrhundert, als die meisten M [...]
doi:10.25365/thesis.62948 fatcat:punuyps7qnd3ljzzfbfj4tolpq