Zur Theorie der electrischen Schwingungen

Franz Koláček
1891 Annalen der Physik  
Theorie dep electrischen Schauinpmget~ ; von P r n n x KoZciCek:. Der Nachweis des Satzes, dass electrische Wellen im Luftraume mit Lichtgeschwindigkeit fortschreiten, erfordert neben der Kenntniss der Wellenlange, einer dank den bahnbrechenden Versuchen von H e r t z gegenwartig direct messbaren Grosse, noch die Kenntniss der Schwingungsdauer. Letztere berechnet man mit einer Formel, cleren Herleitung i n der gerade entgegengesetzten Annahme, jener der Fernkrafte wurzelt. Es bleibt
more » ... H e r t z hat dies hervorgehoben, ob, und wie weit die fur Flaschenoscillationen noch zulassige Eormel fur die gebrhuchlichen Vibratoren gultig bleibt. Aber auch hiervon abgesehen, wird die Anwendung der Formel illusorisch, wenn man mit ihr die Periode eines gestreckten Vibrators ohne Endcapacitiiten berechnen will. Solche kommen bei den beriihmten Hohlspiegelexperimenten und auch als secundare Receptoren in Verwendung. I n diesem Aufsatze wird die Theorie eines solchen Vibrators, dessen Materie unendlich gut leitet, direct aus den Maxwell'schen Gleichungen hergeleitet. Die Oscillationen sind unter der gegebenen Voraussetzung rein periodisch, eine wesentliclie Vereinfachung der Aufgabe. I m Folgenden bedeuten u, p, y, X , Y , Z , 11, n, 40 die Componenten der magnetischen und electrischen Krafte, sowie jene der Leitungsstrome, die letzteren zwei Gruppen electrostatisch gemessen; I.'= 3,101O ist die Weber'sche Zahl, A die electrostatisch gemessene Leitfahigkeit der Vibratormaterie. Es bestehe Symmetrie um die %-Axe, sonach seien die Vibratoren Umdrehungskorper; R = v X z + Y z ist der Werth der electrischen Kraft senkrecht zur Axe in einem Raumpunkte z , 0 = t/z2 + y2. Der Continuit'atsgleichung d X l d x + 81' 18.y + d Z / d z = 0 genugt die Annahme: I. ~_ _ _
doi:10.1002/andp.18912790609 fatcat:py26y7avkjesrexfnkxhbeqgae