Coccidenstudien IV. Das Tracheensystem der Schildläuse

Martin Herberg
1922 Berliner entomologische Zeitschrift  
Das Trachecnsystem der Schildlause. (Mit 1 Abbilduag.) Uberblickt man die sich auf Insekten beziehende Literatur, so wird man in den moisten Ffillen auch Untersuchnngen uber das Tracheensystem der einzelnen Familien antreffen. In der Coccidenliteratur sind solche Untersuchungen jedoch nicht ver-Gffentlicht, wenn man von wenigen Einxelhinweisen absieht , die sich verstrmt finden. Soweit es mir moglich war, die Literatur durchzuarbeiten, habe ich wohl nicht mehr als funf Abbildungen festgestellt.
more » ... ungen festgestellt. Diese bezogen sich stimtlich auf Tiere ersten Stadiums, konnen also nicht als genugend beseichnet werden, ganz nbgesehen davon, dafs zwei der Abbildungen grofse Fehler aufweisen. Die ersten eingehenden Untersuchungen stellte ich 1916 a n , als ich das Tracheensystem von Eriopeltis lichteiieteini darzustellen versuchte I). Ich sah mich ganz unerwarteten Tatsachen gegeniiber, denn ich erkannte, dafs das Tracheensystem bei den Schildliiusen sehr gut dazu verwandt werden kann, das Entwicklungsstadium jedes Tieres genau zu bestimmen. Dazu ist es durch die stiindige Wiederkehr des gleichen Verzweigungszustandes bei den verschiedenen Stadien sehr gut geeignet. Ehe ich jedoch hierauf nilher eingehe, sei es mir gestattet, in kurxen Ziigeri einige Rinzelheiten iiber den anatomischen Ban des Tracheensystems zu sagen. Mit wenigen Ausnahmen haben alle Cocciden 2 Paar Stiymeii, ein Paar Vorderstigmen und ein Paar Hinterstigmen. Fur die Gattung Ortheaia gibt Handlirsch a n , d a b swei thornkale und sieben abdominale Stigmenpaare vorhanden seien. Die Stigmen der Cocciden sind einfach gebaut. Jedes Stigma besitzt einen nach aulsen ragenden Kegel, der ails zwei Lippen gebildet wird. Dieser Kegel ist in die fiuhere Haut so eingesenkt, d d s er nicht tiber die KGrperobarfllche hervorsteht. Die beiden Verschlnlslippen klinnen durch Muskelzug gegeneinander bewegt werden. Die Einrichtung ist vielleicht sehr nutzlicli , wenn bei langanhaltender Befeuchtung der Wirtspflanze Fliihipkeitsmengen I ) .Die Schildlaus Eriopeltis lichtensteh' Sign." Arch. f. Naturg. 1916, H. 10.
doi:10.1002/mmnd.192219220114 fatcat:osjcjduzrrdtfarujcmy64o3gm