ELAB 2.0. Wirkungen der Fahrzeugelektrifizierung auf die Beschäftigung am Standort Deutschland. 2. Auflage

Wilhelm Bauer, Oliver Riedel, Florian Herrmann, Daniel Borrmann, Carolina Sachs, Stephan Schmid, Matthias Klötzke
2019
Einleitung und Motivation 1.1 Technologische Transformation der Automobilindustrie 1.2 Rückblick »ELAB 1.0« und Notwendigkeit ELAB 2.0 1.3 Abgrenzung zu bestehenden Studien und Projekten PHEV (ICE, Elektrische Maschine, Batterie, DC/DC-Wandler) X X X 1 X X BEV (Elektrische Maschine, Batterie, DC/DC-Wandler) X X X 1 Bei PHEV ist die Elektrische Maschine im Hybridgetriebe enthalten 9 Der Personalbedarf für die Herstellung von Komponenten, die importiert werden, wie Batteriezellen oder Magnete,
more » ... t nicht in die Berechnung ein. Die Aufbereitung von Rohstoffen und Rohmaterial sowie die Herstellung von Normteilen wird bei allen Komponenten von der Betrachtung ausgeschlossen. Die Wertschöpfungsketten bei den Bestandteilen des Antriebsstrangs sind sehr umfangreich. Dies brachte es mit sich, dass die Wertschöpfungsanteile der betrachteten Komponenten nicht in vollem Umfang analysiert wurden. Der analysierte Anteil der Beschäftigung je Komponente liegt aber -mit Ausnahme der Peripherie des Verbrennungsmotors -meist bei deutlich über 50 Prozent, wie die folgende Übersicht zeigt: Unter den vorgenannten Prämissen ergab sich -ausgehend von den oben für das Jahr 2016 erhobenen Beschäftigten -für die Produktion von einer Million Antriebssträngen im Basisjahr 2017 eine Ausgangszahl von brutto 17 320 Beschäftigten, von denen 15 220 mit Verbrennungs-, 1660 mit Hybrid-und 440 mit Elektrofahrzeugen befasst sind. Um auf dieser Analyse aufbauend die Entwicklung des Personalbedarfs bis 2030 (mit dem Stützjahr 2025) fundiert abzuschätzen, verfolgte ELAB 2.0 zwei Pfade, den ersten ohne und den zweiten mit den zu erwartenden Produktivitätssteigerungen. Für den zweiten wurde unterstellt, dass für konventionelle Komponenten (Verbrennungsmotor samt Peripherie, Automatik-und Hybridgetriebe) eine Produktivi-K U R Z F A S S U N G Herstellung von Komponente Analysierter Anteil der Beschäftigung in der jeweils betrachteten Wertschöpfungskette Beschäftigte (netto) im Jahr 2016 bei 250 000 Stück / a (1 Linie im Dreischichtbetrieb) 1 000 000 Stück / a (4 Linien im Dreischichtbetrieb) ICE Benzin 60 % ~ 1140 ~ 3990 ICE Diesel 60 % ~ 1150 ~ 4030 ICE-Peripherie Benzin 25 % ~ 630 ~ 2100 ICE-Peripherie Diesel 25 % ~ 1030 ~ 3380 Automatikgetriebe 75 % ~ 940 ~ 3360 Hybridgetriebe (einschließlich Elektrische Maschine) 75 % ~ 1230 ~ 4420 Elektrische Maschine (einschl. Getriebe, ohne Magnete) 85 % ~ 530 ~ 1840 Traktionsbatterie (ohne Zellen) 70 % ~ 350 ~ 1320 Leistungselektronik 55 % ~ 120 ~ 420 1 0 Jeder dieser beiden Pfade wurde in ELAB 2.0 auf Grundlage der errechneten Personalbedarfe pro Komponente in jedem der drei Szenarien verfolgt. Die jeweils ermittelten Ergebnisse unter Berücksichtigung von Produktivitätssteigerungen sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengefasst. tätssteigerung von jährlich 2 Prozent, für neue Komponenten (Elektromotor, Traktionsbatterie, Leistungselektronik) eine Produktivitätssteigerung von jährlich 3 Prozent zu erwarten ist. Bemerkenswert dabei ist, dass eine derart steigende Produktivität den Personalbedarf bei der Herstellung von Antriebssträngen selbst ohne irgendwelche Auswirkungen der Elektrifizierung des Antriebs bis 2030 um 27 Prozent gegenüber 2017 vermindern wird.
doi:10.24406/publica-fhg-299428 fatcat:rhekoduqofgcfjp52rmgtx23fu