Durchlässigkeit des Bildungssystems durch Dreifachquali-fizierung-Chancen für marktbenachteiligte Jugendliche?

Karin Wirth
unpublished
Derzeit besucht ein erheblicher Teil so genannter marktbenachteiligter Jugendlicher schulische Bil-dungsgänge der beruflichen Bildung. Marktbenachteiligte Jugendliche besitzen zwar die nötige Aus-bildungsreife, erhalten aber dennoch keinen Ausbildungsplatz. Bildungspolitische Intention eines Hamburger Schulversuchs ist es, den Assistenzabschluss einer vollqualifizierenden Berufsfachschule mit dem Erwerb der Fachhochschulreife und dem Kammerabschluss eines dualen Ausbildungsgangs zu kombinieren,
more » ... um den teilnehmenden Jugendlichen den Zugang zum Arbeitsmarkt oder zu weiter-führenden Qualifikationsmaßnahmen zu erleichtern. Die individuellen Zielsetzungen der Jugend-lichen, die häufig von ihnen selbst als undifferenziert und diffus wahrgenommen werden, liegen dabei nur zum Teil auf dem Erwerb der Fachhochschulreife und einem Kammerabschluss. Darüber hinaus sind Lern-und Arbeitsverhalten der Schüler und Schülerinnen im Verlauf des Schulversuchs nicht unbedingt zielstrebig auf das Erreichen der individuellen Qualifizierungsziele ausgerichtet. An dieser Stelle muss die Frage gestellt werden, ob Jugendliche die Durchlässigkeit des Bildungssystems als Chance nutzen wollen und können. Innerhalb dieses Beitrags soll der Verbleib der beteiligten Schüler und Schülerinnen analysiert und ein vorläufiges Fazit gezogen werden, in wie weit eine Dreifachquali-fizierung für marktbenachteiligte Jugendliche tatsächlich eine Chance oder doch nur wieder eine Warteschleife darstellt.
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