Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Rezeptor-Gen-Polymorphismen und atopischer Dermatitis [thesis]

Nadja Höfer, Universitätsbibliothek Der FU Berlin, Universitätsbibliothek Der FU Berlin
2015
Atopische Dermatitis (AD) ist eine chronisch verlaufende entzündliche Hauterkrankung mit stark ansteigender Prävalenz. Die multifaktorielle Pathogenese von AD beinhaltet sowohl exogene als auch genetische Faktoren und immunologische Veränderungen, einschließlich einer verminderten Barrierefunktion der Haut und einer übersteigerten kutanen T-Helferzell- Infiltration. Vitamin D (VD), das über die Bindung an den nukleären Vitamin-D-Rezeptor (VDR) als Transkriptionsfaktor wirkt, hat
more » ... che Funktionen. Es steigert die antimikrobielle Aktivität der unspezifischen Immunität und moduliert die Stärke der Entzündungsreaktion. Über die Häufigkeit von Polymorphismen im VDR-Gen bei Patienten mit AD lagen bisher keine Daten vor. Um Assoziationen zu detektieren, wurde in einer Fall- Kontroll-Studie die Verteilung von VDR-Polymorphismen und deren Haplotypen untersucht und die mögliche funktionelle Relevanz charakterisiert. 265 AD- Patienten, von denen 142 unter schwerer AD (SCORAD>40) leiden, und 265 alters- und geschlechtsangepasste gesunde Kontrollen wurden für die VDR- Genpolymorphismen fokI (rs2228570), bsmI (rs1544410), apaI (rs7975232) und taqI (rs731236) genotypisiert sowie deren Haplotypen analysiert. Monozyten gesunder Spender mit den identifizierten Haplotypen AAC und GCT (n=4) wurden für die basale und VD-induzierte Expression des VDR und VDR-responsiver Gene und ferner der VD-induzierten Sekretion von TNFα und IL6 mittels quantitativer PCR und ELISA untersucht. Es gibt keine signifikanten Unterschiede in der Genotyp- und Allelverteilung zwischen der Patientengruppe mit AD und der Kontrollgruppe. Allerdings treten das bsmI A-Allel, das apaI A-Allel und das taqI C-Allel signifikant häufiger in der Kontrollgruppe als bei Patienten mit schwerer AD auf (jeweils p=0,009; p=0,006; p=0,007). Die Kopplungsanalyse zeigt, dass bsmI, apaI und taqI in einem starken Kopplungsungleichgewicht stehen (D'≥0,98). In der Haplotypenanalyse findet sich eine signifikante Häufung des AAC-Haplotyps in der Kontrollgruppe im Ve [...]
doi:10.17169/refubium-15520 fatcat:s5fcikf7hrccnlvigo7ojbrhbm