EDITORIAL CHINACONTACT Ein weiteres Stück Normalität "Unser Know-how ist Ihr entscheidender Vorteil im China geschäft!" INHALT STANDORT TIANJIN 10 Tianjin-Symbol für Innovation

Ralf Marohn, Managing Director, Fortschritt
<span title="">2010</span> <span class="release-stage">unpublished</span>
Was bei Opel nicht geklappt hat, ist bei Volvo nun von Erfolg gekrönt: Erst-mals hat ein chinesischer Autobauer eine europäische Marke übernommen, noch dazu eine Nobelmarke. Für rund anderthalb Milliarden US-Dollar hat die Zhejiang Geely Holding Group Corporation von Ford die Marke Volvo gekauft. Am 2. August dieses Jahres war der Deal perfekt. Auch wenn selbst in China noch Zweifel daran bestehen, ob ein chinesi-scher Autohersteller über die notwendigen Erfahrungen verfügt, eine
more &raquo; ... Marke wie Volvo erfolgreich zu managen, und Ökonomen auf die Herausforderungen verweisen, vor denen Geely in den kommenden Monaten stehen wird, zeigt die Übernahme, dass in den europäisch-chinesischen Wirt-schaftsbeziehungen ein weiteres Stück Normalität eingezogen ist. Chinas Au-tomarkt ist zurzeit der weltweit dynamischste. Davon profi tieren die internati-onalen Anbieter ebenso wie die chinesischen Unternehmen. Letztere haben an Selbstbewusstsein gewonnen und suchen ihren Platz auf der internationalen Bühne. Die wirtschaftliche Rolle Chinas bei der Bewältigung der globalen Finanzmarkt-und Wirtschaftskrise hat diesem Selbstbewusstsein neue Flügel gegeben. Es zeigt sich im offensiveren Auftreten chinesischer Firmen weltweit. Längst ist es nicht mehr nur so, dass China auf ausländisches Engagement angewiesen ist. Die Welt hat sich verändert und heute sagen die Europäer sehr deutlich: »Auch wir brauchen China.« Deutschlands Exportwirtschaft konnte sich beispielsweise in den vergangenen Monaten vor allem dank der stabilen chinesischen Nachfrage so schnell erholen und auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bei ihrem Chinabesuch in diesem Sommer deutlich gemacht, dass Deutschland daran interessiert ist, die strategische Partnerschaft mit China weiter zu vertiefen. In Zukunft werden Übernahmen deutscher oder europäischer Unterneh-men durch chinesische genauso normal sein wie Übernahmen durch ameri-kanische Firmen. Grund, Ängste vor einer »gelben Gefahr« zu schüren, ist das nicht. Wir müssen uns daran gewöhnen, dass es in der Globalisierung längst nicht mehr nur eine Richtung von West nach Ost gibt. Dafür ist es wichtig, den Dialog zwischen Europa und China zu intensivieren und gemeinsam nach We-gen zu suchen, wie die Herausforderungen dieser Zeit Hand in Hand gemeis-tert werden können. Es ist notwendig, im Dialog die Positionen beider Seiten zu analysieren. Und es dürfen nicht nur Forderungen an die Partner gestellt werden, sondern es muss auch genau hingehört werden, welche Probleme die andere Seite hat, um im beiderseitigen Interesse Lösungen zu fi nden. Dafür bietet der »Hamburg Summit: China meets Europe« im November dieses Jahres eine ideale Plattform.
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