Arbeiten aus dem pharmaceutischen Institut der Universität Bern. Über das spektroskopische Verhalten des Blutes nach Aufnahme von schädlichen Gasen und eine Methode diese Veränderungen für gerichtliche Zwecke objectiv zur Darstellung zu bringen

Gustav Bider
1892 Archiv der Pharmazie  
IAex apectres d'absorption du sang. Paris 1871. 161. Die quantitative Spektralanalyse. Tubingen 1876. 1 Y i 8 pag. 5 1 1 u. a. 0. G . Bider, Spektroskopisches Verhalten des Blutes etc. 611 fand aher zu dienein Zwecke wenig voii Belang. Hingegen hat sich in den Jahren, die seit dem Erscheineri obiger Arheit verilossen sind, einc jungere Disziplin dcr Physik und Chemie derart vervollkommnet, d a b sie iin Stande geworden ist , diesen Wissenschafteo, und spcziell der Spektrnlanalyse die
more » ... lyse die wesentlichsten Dienste zu leisten. Ich nieine die Photographie. Dieselbe wirde schon vie1 frtihei-1) 1S42 iind 13-13 mit Erfolg zii Spektraluntersuchungen angewendet. Abererst durch die Vereinfachung, dieder photographischcProzeCs durch die Eint'iihrung der Bromsilber-Gelatine-Trockenplatten erhielt, kam dieselbe zii diesen Zmecken in allgemeineren Gebrauch. Allertlings beschrtinkten sich diese Beobachtungen auf die blauen. violetten und ultravioletten Teile des Spelitrums. Erst die allerneiieste Zeit brachte es aber dahin, das game Spektrum init Ausnahme des iiufsersten Rot und Ultrarot auf cler photographischen Platte zur Einwirkung zu hringen und zwar ohne wesentliche Schwierigkeiten. Xachdem Vogei2) im Jahre 1873 die optischen Sensibilisatoren entdeckt hatte, wurde die Sache noch von mehreren Forschern weiter verfolgt, und seit dem Jahre 1882 werden von verschiedenen Firmen sensibilisierte Bromsilber-Gelatine-Trockenplatten in den Handel gebracht, die bis uber die Fraunhofer'sche C-Linie hinaus enipfindlicli sind. iillerdings geben diese Platten die verschiedenen Teile des Spektrums init verschiedener IntensitBt. Das Ideal des Spektrumphotographen, eine Platte, die alle Teile des Spektrums gleichmMsig wiedergiebt, ist his jetzt nicht erreicht worden. Man kommt demselben aber, wie die Arheiten von Eder3) beweisen, immer naher. Fur die vorliegende Arbeit venvandte ich die von der Firmn. Joh. S a c h s & Cie. in Berlin in den Handel gebrachten sogenannten &din-Platten, dargestellt nach der geheimgehaltenen Vorschrift yon Prof. Dr. Vogel. Mit Hilfe dieser Platten, der besten, die zu diesem Zweclre im Handel zu bekominen waren, lassen sich die beiden zwischen den Fraiinhofer'schen liriien D und E gelegeneii ~ 1) Biblioth. univers. de GenBve IS42 Bd. 40 auch Becquerel. lumibre lSGi Bd. 1 pag. 138.
doi:10.1002/ardp.18922300806 fatcat:lg3lwekg2bbw3hklcvkcyyat4i