Ein in physiologischer Beziehung beachtenswerther Fall von Magenresection nebst Bemerkungen zur Gastro-Enterostomie

Kelling
1901 Deutsche Zeitschrift für Chirurgie  
Es ist noeh immer eine Controverse, wie lang man am besten die Jejunumschlinge fiir die Gastro-Enterostomie w~hlt. Petersen (Brim's Beitr~ige etc., XXIX. Bd.) h~lt es fiir das richtigste, die Sehlinge mtiglichst kurz (3--10 cm) zu nehmen. Nach ihm ist die zt/l~issige L~ngc derselben gleich der Entfernung der G.-E.-Anastomose yon der Plica duodeno jejunalis. Eine riehtig ausgefiihrte G.-E. posterior l~tsst iiberhaupt keinen R~um fiir die Zufiigung einer Entero-Anastomose iibrig'. Diese Operation
more » ... g'. Diese Operation h~lt er auch bei der Wahl einer ganz kurzen Schlinge fiir g~inzlich iiberfliissig, well die Spornbildung nur yon der iibergrossen L~nge der zufiihrenden Schlinge herriihre. Der abfiihrende und der lange zufiihrende Schenkel sinken durch ihre Schwere parallel naeh unten, und dadureh k~me der Knick resp. Sporn an der Anastomose zustande. Man muss Petersen ohne weiteres zugeben, dass es natiirlicher ist~ eine der angegebenen Distanz angepasste Sehlingenl~inge zu nehmen, als sine viel grSssere. Es miissen aber dann drei Bedingungen erfiillt sein: 1. muss die Gastro-Enteroanastomose ticfer liegen als dic Plica duodeno-jejunalis; sonst wird der Darm im Knick fixirt. 2. muss eine Garantie vorhanden sein, dass die g'ew~ihlte Darm-l~nge auch wirklich die passende ist; 3. muss eine unbedingte Sicherheit gegen den Girculus vitiosus gegeben sein. Nur wenn diese drei Bedingungen in jedem Falle erffillbar sind, k~innte die Vorsehrift Petersen's allgemein empfohlen werden. Dies verh~ilt sieh aber keineswegs so. Schon Punkt 1 ist nicht immer
doi:10.1007/bf02826121 fatcat:fs3yidfuzja4houlxq4vxhcrw4