Einige Beobachtungen über Zirkonerde

Richard Hornberger
1876 Justus Liebig s Annalen der Chemie  
Was zunachst die Darstellung reiner Zirkonerde betrifn, so fand ich als zweckmiibigste Methode die von M a r i g n a c *), hauptsachlich insofern, als sie die Darstellung in grofserem Mat'sstabe ermhglicht, da oiiltelst Kaliumbi5uorid (KF1,H) das Mineral, wenii auch nur griiblich gepufvert, doch leicht vol!standig aufgeschlossen wird , wiihrend, um dasselbe nach anderen Verfahrungsweisen zu erreichcn , das Material nur in fein geschlammtem Zustand, in we1cht:n es jedoch schwierig iiberzuf~hren
more » ... erig iiberzuf~hren ist, verwendet werden darf. Man verfahrt am besten folgendermafsen : Zirkon oder Hyacinth wird gluhend in Wasser abgeliischt , grbblich gepulvert, mit 3 bis 4 Thrilen Kaliurnbifluorid verniischt und in einem geriumigen Platintiegel schwach erhitzt, bis alle Feuclitigkeit vertrieben is! und das SctiBumen aufhcirt. Nun wird der Platintiegel in einen passenden hessischen Tiegel gebracht und beide bedeckt im gutziehenden Windofen zwei Stunden lang hefiig gegliiht. Die Aufschliet'sung gelingt vollstiindig. Die porcellanartige Masse wird gepulvert , mit flufssiiurehaltigem Wasser ausgekocht und von den) unlklichen Kaliumsiliciumfluorid ahfiltrirt. Ueim Erkalten krystallisirt aus dem Filtrat das Kaliumzirkoriiunrfluorid in schonen farblosen rhombischen Krysbllen aus. Durch Umkrystallisiren und Abwsschen mil kaltcm Wnssw, worin es schwer loslich ist, kann es rein erhalten werden. Dieses Doppelsalz wird mit Sehwefelsiiure zersetzt *) Ann. ohim. phys. (31 CIO, 261; vgI. auch diem Annden 116, 360.
doi:10.1002/jlac.18761810209 fatcat:wvor6rbyvvfcjbbrwivtgac4sm