Das Vaterhaus : Gedicht von Widemann

V. Schraner
1913
die Ansicht, daß Sitte und Zucht bei der Trennung nur gewinnen können, und dieser Gewinn wird auch ins Leben hinausreichen, wogegen das rücksichtslose Durcheinanderfitzen beider Geschlechter in allem, was der tägliche Schulverkehr bringt, mancherlei Gefahren und Versuchungen in sich schließt, welche um so bedenklicher erscheinen, je lichtscheuer sie zu sein pflegen. Es bedarf daher auch kaum der Bemerkung, daß die räumliche Trennung der Geschlechter um so notwendiger ist, je älter die Kinder
more » ... d, und daß daher bei den oberen Abteilungen oder Stufen mit besonderer Sorgfalt auf diese Trennung zu achten ist (26, S. 79). Die jeweiligen Zahlen in den Klammern entsprechen den gleichen Zeichen in dem Verzeichnisse, das über Kellners Schriften dem Bändchen "Erziehung und Unterricht" (Sammlung Kösel) Pag. l32 beigegeben ist. Sie besagen, welchen Schriften Kellners die Zitate entnommen sind. Z. B. Koedukation und Ethik, (26, S. 79) -"Lose Blätter" S. 79. Das zur Aufklärung. Das Vaterhaus.*) Gedicht von Widemann. I. Die Behandlung des Lesestückes a. Einleitend« Besprechung Gestern habe ich euch von jener Anhöhe herunter unsere Heimat gezeigt. Wir haben mit einander darüber gesprochen, warum wir so gerne in der Heimat weilen. Die meisten von euch konnten mir das HauS, in dem sie wohnen, das sie am besten kennen, zeigen. Jenes Haus nun, das ihr mehr liebt als alle anderen, wollen wir heute, ohne daß wir es sehen, näher kennen lernen: "Das Vaterhaus." Ein jedes hat nun fast ein anderes Vaterhaus, und jedes denkt an einen andern Ort, wenn vom Vaterhaus die Rede ist. Alle aber sind darin einig, daß es schön und traulich ist. Ein Dichter erzählt uns im Lesebuch von seinem Vaterhaus; der sagt's, warum er es so gar lieb hat. Wir wollen lesen, was er sagt. Schlagt auf Seite No. ES ist dies ein Gedicht, bei dem das sachliche Verständnis zurück» tritt gegenüber dem innigen Nachfühlen, und daher muß es sofort packend und ergreifend wirken auch durch die Hilfe der rhetorischen Mittel. Ich biete also dieses Gedicht gleich als Ganzes im freien Vortrag: *) Die Antworten, hier aus naheliegenden Gründen gekürzt gegeben, erfolgen selbstverständlich vom Schüler immer in ganzen Sätzen. -Die Arbeit ist seit 7. Sept. gesetzt. -
doi:10.5169/seals-524890 fatcat:an76vfz7mjf2xalufbbqkwmhfy