Der lonensynergismus

L. Michaelis, C. Timénez-Diaz
1921 Colloid and Polymer Science  
184 dutch die n,'ihere Betraehtung der Leitfahigkeitswerte unterstfitzt. Berechnet man nach Abzug der auf die gesamten H-und CI-lonen entfallenden Leit-fl~higkeit die Leitf/ihigkeit des Zirkona'nteiis K~ and schreibt ihm die den (~hne die Salzs/~ure verbleibenden Chlorionen Col-Ca entzpreehende Normalit~it n zu, als ob die Koraplexe nnr a!s Chlorid ionisieren w/irden, so ergeben sieh die in der TabeIle angegebenen Werte der Aeqtlivalentbeweg!ichkeit u, deren gewaltiger Anstieg mit der
more » ... g eine Erkllirung effordert. Da so hohe Bewegliehkeften ausgeschlossen sfnfl, kann in dem Produkte n. u = K~ nur dasn zu klein gew~hlt worden" sein. Lassen wir jedoeh mit fortschreitender Verd,3nhung rife Komplexe z. B. in Zr(OH)~CI~ I ZrO zerfallen, wobei ~egat~ve Komplexionen nehen Zirkonyl auftreten, so wird die Normatit/it wachsen, 6hne dat3 eine Vermehrung yon Ctlonen in die Erscheinung tfitt. Wenn wit etwa in der Verd/innung 1/s (Tabelle Viii) einen m6glichst vollstiindigen Zeffall aller sotchen Komplexe annehmen, so resuIliert ein Weft der mittleren Aequivalentbeweglichkeit zwisehen 50 und 60 an Stelle des u = 682, der dem bekarmten Mittelwert f/Jr die me~sten Ione~ und Kolloidteitchen and auch dem Wert in der Stamml6sung u = 61,2 nahesteht. Diesem Abbau der Komplexe mit der Verdfinnung entspricht zugleich de~ fort~chreitende und sch|iefilich vollstlindige Vertust dens Solcharakters, wie er sich in dem Wegfall der E!ektrolytkoagulation kundgibt. !ndem dabei iramer mehr Zirkonatkomplexe neben dem Zirkonyl entstehen, muff der negative Zirkonanteit in der L6sung neben dem positiven hervortreten. Dies lliflt sich noch auf zweifache Weise erkennen. Zuniiehst m/issen wir uns auf diese Weise sichtlich einem Schnittpunkte Cn = Cca n~hern, in welchem die positiven und negativen Zirkonanteile einander glei,'h werden. Darauf weist schon der ganze Gang der H-und CI-Werte mit der Verdtinnung deutlich hin and in der Tat grenzt unsere niedrigste gemessene Konzentration hart an einen solchen Schnittpunkt, der sich ohne Zwang auf CI~ -Col = 2,10 6, in der Konzentration 0,00! t6 n CI extrapolieren liefl. Ferner lassen sich die negativen Zirkon-an|eiie bei entsprechetJder Anordnung im elektrischen Ueberffihrungsapparat nachweisen. . So gab die Verdii~nung des Sols auf die Hitlfte bereits deutlich, mit der gleich gat ieitenden 0,0045 n KCt-Losang /!berschichtet and im groSen Ueberftihrungsapparat bet 60 V eine Stunde darchstrOmt, an tier Anode die mikrochemische Zirkonreaktion. Dagegen zeigt der u-Weft in der Stamm-16sung: dab hier in der Hauptsache jener schon fiir das Eisenoxydsol gefundene charakteristische Aufbau eines kolloiden Metalthydroxyds vortiegt, dessert Baustein beim Sol B dutch die yon uns angegebene Forme| ira wesentlichen zutreffend beschrieben sein dfirfte. Mit der Feststetlung der dem Eisenoxydsol entsprechender~ Struktur, des Abbaues der Kolloidkomplexe mit der Verdfinnung and des paralleieh Hervortretens negativer Anteile beim Zirkonoxydsol m6chten wir uns hier vorerst begn/igen. Denn die einschl~igigen Verh/iltnisse dfirften in den folgenden Beispielen zum Teile noch deuflicher erkennbar werden.
doi:10.1007/bf01432079 fatcat:opvp4w45zbcxzov6rws3lnxn2i