Evaluation of infections after internal fixation of long bones [thesis]

Pia Carolin Vössing, Universitätsbibliothek Der FU Berlin
2020
Hintergrund: Infektionen der langen Röhrenknochen nach Implantation von interner Fixation sind eine schwerwiegende Komplikation, welche zu einer Steigerung der Mortalität der betroffenen Patienten führen. Bisher mangelt es an Daten bezüglich des klinischen Krankheitsbildes, suffizienter Therapiekonzepte und der langfristigen Ergebnisse bei Infektionen assoziiert mit interner Fixation. Methoden: Wir führten eine retrospektive Studie mit Patienten durch, die an einer Infektion der langen
more » ... der langen Röhrenknochen als Folge der Implantation von interner Fixation erkrankt waren. In die Studie eingeschlossen wurden Patienten, die im Zeitraum von Januar 2010 bis Oktober 2017 im Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie der Charité behandelt wurden. Die Daten wurden in einem dafür angelegten Formular (CRF) erfasst. Zum einen verglichen wir Infektionscharakteristika bei interner extramedullärer (IEIF) versus interner intramedullärer Fixation (IIIF). Im April 2013 wurde, mit Hilfe eines interdisziplinären Teams, ein neues standardisiertes chirurgisches und antimikrobielles Therapiekonzept eingeführt. Somit verglichen wir zum anderen die Langzeitergebnisse der Patienten die vor bzw. nach der Einführung dieses Therapiekonzeptes behandelt wurden. Angewendet wurden der Chi-Quadrant-Test sowie die Kaplan-Meier-Schätzung. Ergebnisse: Eingeschlossen in die Studie waren 127 Patienten (89 männliche) mit einem mittleren Alter von 53 Jahren. In den beiden Kohorten (IEIF vs. IIIF) waren die Patientencharakteristika vergleichbar. Im Vergleich der Indikation für die interne Fixation, waren offene Frakturen signifikant häufiger der Grund in der IIIF- als in der IEIF-Kohorte (24 vs. 16 Patienten; p<0,001). In der Patientenkohorte mit IEIF stellten sich die Beibehaltung des Implantats (p=0,026) und ein inadäquates antibiotisches Therapiekonzept (p=0,023) als signifikante Risikofaktoren für ein Therapieversagen heraus. Eine wiederkehrende oder persistierende Infektion wurde bei 33 (30%) Patienten gesehen. In der Kohorte, welche nach der Einführung des [...]
doi:10.17169/refubium-28319 fatcat:fidf5tu7uzfbtftykiphtp7oqm