Versuche über die Durchlässigkeit der Froschhaut für Gifte

Ernst Lang
1918 Naunyn-Schmiedeberg's Archives of Pharmacology  
Einleitung. FUr die Erforschung der Permeabilitat lebender Gebilde hat sich die Frosehhaut sehon lange als ein Objekt erwiesen, dessert Durchlassigkeit gegenUber Wasser und gelSsten Stoffen Wege zur Erforschung der sogenannten ~Elektivitat" zu erSffnen schien. Die grundlegenden Versuehe Uber die Durehl~ssigkeit tier Froschhaut hat 0verton 1) angestellt. O verton untersuchte die Verhaltnisse des Wasserhaushaltes beim Frosch und berUeksichtigte dabei als Eintritts-und Ausgangspforte die lebende
more » ... forte die lebende Froschhaut. Overton konnte zeigen~ dal~ die Wasseraufnahme des Frosches in erster Reihe durch die Haut vet sieh geht, wohingegen die Ausscheidung haupt-s~ehlich der iNiere als Leistung zuf~llt. In Wasser gelSste Substanzen und unter diesen besonders die yon Overton als ,lipoidlSslich<~ bezeichneten permeieren leicht durch die Haut. Er machte fur dieses Verhalten rein physikalisehe Vorgange verantwortlich. Mit den Begriffen )~0smose~ und ~Verteihng~ versuchte er die Erscheinungen erschSpfend zu erkl~ren. Sobald es sich aber um die Deutung komplizierterer Vorgange als der einfaehen Durehwanderung yon Wasser und wasserlSslichen Substanzen handelt, versag:t die rein ~ physikalische ~ Erklarung und macht ~ physio-logischen~ Begriffen wie )~spezifisehe Lebenstatigkeit der Zelle~ Platz. So sieht Leydiy~ 2) den Resorptionsvorgang als unter dem EinfluB des Nervensystems stehend an. Von diesem erwartet er eine Regelung 1) Verh. d. physik.-med.
doi:10.1007/bf01862569 fatcat:wp2qwy7y4vauzhoauazwzggkai