Sammlung Chemischer und Chemisch-Technischer Vorträge. IX. Band, 6.U.7. Heft: das Deutsche Patentgesetz und die Vorschläge des Deutschen Vereins für den Schutz des Gewerblichen Eigentums. von Dr. Gustav Rauter, Patentanwalt in Charlottenburg. 276 Seiten. Verlag von Ferdinand Enke, Stuttgart, 1904

1904 Berichte der Bunsengesellschaft für physikalische Chemie  
Carbidmarktes fiihren. Die Bezugsbedingungen sind bei der beschrlnkten Leistungsfahigkeit der einzelnen Werke, dem sprunghaft variierenden Konsum und in Aubetracht der durch das Eindringen italienischer Ware nach den Hauptkonsumlandern veranlassten Unsicherheit der Marktlage so starken Schwankungen unterworfen, dass wir uns nicht fur berechtigt halten wiirden, eiii Schemader Herstellungskosten mit eingesetzten Werten ohne Angabe einer bestimmten Produktionsstelle und eines fest umgrenzten
more » ... st umgrenzten Konsumgebietes zu geben. Carbid wird jetzt franko schlesischer Bahnstation zu etna 21 Mk. verkauft. Die Rechnung S. 46 gibt noch 26,70 als Eiiibruchspreis fur Deutschland an. Seit der Drucklegung dieser Rechnung sind etwa zwei Jahre verflossen. Man kann aus dem Beispiele einen Schluss auf die starken VerHnderungen ziehen, denen der Carbidpreis unterliegt. Sie werdeii voraussichtlich in den nachsten Jahren nicht ausbleiben. Trotz der grossen Zahl von Einzelheiten, wie sie insbesondere in den Kapiteln iiber Acetylen -Zentralanlagen und Priifuiig uud Untersuchung voii Apparaten verzeichnet sind, I b s t die Darstellung doch nirgends Einheitlichkeit vermissen. Weit entfernt, in den schematischen und trockenen Ton anderer Kompendien zu verfallen, den wir etwa vou der Heizungslehre her gewohnt sind, bleiht sie vielniehr iiherall lebendig und fesselnd. Das Handbuch sei demgemiiss nicht nur als Nachschlagewerk, sonderii vor allem auch zur Lektiire und zu griindlichem Studiuni dem Chemiker empfohlen. -y.-Die Zeitalter der Chemie i n Wort u n d Bild. Von Dr. A l b e r t S t a n g e . Zweite und dritte Lieferung. Verlag von Paul Schimnielwitz, Leipzig. Preis pro IJeferung 1,5o Mk. Von diesem hochinteressanten Buch sind uns die Lieferungen zwei und drei zugegangen. Dieselben enthalten Teil 111: D a s Z e i t a l t e r d e r A l c h e m i e u n d d e r M e t a l l v e r w e n d u n g und Teil IV: D a s Z e i t a l t e r d e r m e d i z i n i s c h e i i Chemie. Abgesehen von dem jeden Chemiker interessierenden Text ist ein Hauptgewicht auf die ganz vorziigliche Sammlung von Bildern, die zunieist ganz alten Holzschnitten entnonimen sind, Wert gelegt worden. Es werden eine Anzahl von alchiniistischen Laboratorien uiid sehr vie1 Gerate altester Zeit abgebildet, sowie die bedeutendsten Vertreter der Chemie wie A l b e r t u s M a g n u s , B o g e r i u s Baco, A r i i a l d u s V i l l a n o u a n u s , R a y m u n d u s L u l l u s , B a s i l i u s V a l e n t i n u s u.s.w., sowie die alteren medizinischen Cheniiker wie T h e o p h r a s t u s B o n i b a s t u s , A g r i c o l a u. a. Man sieht, dass das Buch eines unserer interessnntesten chemisch geschichtlicheii Werke zu werdeii verspricht. Die Riechstoffe. Vou Dr. G e o r g Cohn-Giirlitz. (Zugleich als VI. Band, 2. Gruppe, 11. Abteilung von B o l l e y -E n g l e r s Haudbuch der chemischen Techno- .) 219 Seiteu. Verlag von Friedrich Vieweg & Sohn, Braunschweig, 1904. D i e Cheiiiie der Riechstoffe befindet sich erst im Beginn ihrer Entwicklung und es ist deshalb sehr H. D. Preis geh. 6 Mk. schwierig, eine Monographie iiber Riechstoffe zu verfassen; aber es ist auch eine um so dankbarere Aufgabe, wenn ein solches Probleni, vou deni die Literatur sehr verstreut und besonders wegen der grossen Patentliteratur schwer zuganglich ist, von sachkuiidiger Seite zusammenfassend behandelt aird. Verf. erlautert zu-nLchst den Begriff des Riechstoffes, stellt die Literatur und samtliche deutschen I'atente zusammen. Nach einer weiteren geschichtlichen Uebersicht , und eiiier Uebersicht iiber das Vorkonimen der Riechstoffe in der Natur, iiber die Pflanzen, welche atherische Oele liefern, iiber diese Oele selber nehst ihreii physikalischen Konstanten und ihren chemischeu Bestandteilen, wird die Darstellung der Riechstoffe erst allgeniein, dann iui einzelnen besprochen. Ferner heschreibt Verf. die physikalischen Eigenschaften der Riechstoffe, das cheuiisclie Verhalten, Beziehungen zwischeu Geruch und Koiistitutioii und die quantitative Bestimniung. Fur den Laien besonders interessant ist das dann folgeude Kapitel iiber das physiologische Verhalteu der Riechstoffe. Es wird gezeigt, dass Scliiiiecken eigeiitlich nichts anderes ist als ein Riechen gleich nach der Schlingbewegung, dass ferner das Riechorgan gegen bestimnite Geriiche sehr schnell uueuipfindlich wird, dass man zwar einen sehr vie1 geringeren Geruchsinu hat als die Tiere, aber dass es durch Uebuug gelingt, auch die feinsten Nuancen durch den Geruchsiun wahrzunehmen, wie es z. B. Parfiimeure gibt, die niehrere 100 Geriiche unterscheiden uud noch nach laugerer Zeit jeden einzelnen wiedererkennen konnen. Ueber die quaiititativen VerhPltiiisse beim Riechstoff sind verschiedeiie Arbeiten hereits veriiffentlicht worden, aber niit verhaltnismbsig wenig Resultaten. Interessant ist, dass im allgemeinen Manner doppelt so gut riecheii wie Frauen. Wir konnen das anregende uiid vorziigliche Buch durchaus jedermann bestens empfehlen. S a m ni 1 u n g c h e m i s c h e r u n d c h e m i s c ht e c h n is c h e r V o r t r a g e . IX. Band, 6.11.7. Heft: Das deutsche Patentgesetz und die Vorschllge des Deutschen Verelns fur den Schutz des gewerbllchen Eigentums. Von Dr. G u s t a v R a u t e r , Patentanwalt in Charlottenburg. 276 Seiten. Verlag voii Ferdinand Enke, Stuttgart, 1904. Verf. spricht die einzelnen Paragraphen des deutscheii Patentgesetzes und die dazu gehorigen Gesetze und Vorschriften durch und schlagt die ihm notig erscheinendeii Aenderungen vor. Die Wichtigkeit des Patentierungsverfahrens fiir die Industrie und das allgemeine Interesse, welches von der cheniischen Welt diesen Fragen entgegengebracht w i d , wird der Broschiire zu einer schnellen Verbreitung verhelfen. Das elektrlsche Bogenlicht, seine Entwicklung und seine physikalischen Grundlagen. Voii W a 1 t h e r B i e g o n v o n C z u d n o c h o w s k i , Ingenieur. Erste Lieferung. g8Seiten mit 14Abhilduiigeii uud 42Tabelleii. Verlag von S. Hirzel, Leipzig, 1904. Das Werk, vou deni uns hier die erste Lieferung vorliegt, sol1 noch ftinf weitere Lieferungen von etwa gleicheni Umfange umfassen. Verf. bespricht hier zu-
doi:10.1002/bbpc.19040103314 fatcat:naz7ei6lv5appa3us7hkbqw6qa