Ueber die pharmakologischen und chemischen Eigenschaften des Ditaïn's

Erich Harnack
1877 Naunyn-Schmiedeberg's Archives of Pharmacology  
Durch die Freundlichkeit des Herrn E. Merck in Darmstadt gelan~gte ich in den Besitz einiger aus der Dita-Rinde yon ihm dargestellten Pr~parate verschiedener Reinheit. Dieselben wurden von mir einer genaueren Untersuehung unterworfen mit der Absieht, den wirksamen Bestandtheil derRinde in seinenEigenschaft e n niiher kennen zu lernen, sowie die A r t u n d W ei s e s e i n e r W i r k u n g festzustellen. Mit dem Namen ,Dita" bezeichnet man bekanntlieh die Rinde eines auf Java, den Philippinen,
more » ... a, den Philippinen, in Ostaustralien u. s. w. heimisehen Baumes, der Alstonia seholaris Brown (Echites seholaris L. Apocyneae) 1), welehe in ihrer Heimath sowohl yon Aerzten als auch yon Eingeborenen als ,Tonieum, Antifebrile und Vermifugum" gesch~ttzt wird und vielfaeh Anwendung finder. In Europa ist man auf die Drogue erst in neuester Zeit aufmerksam geworden, obschon Mittheilungen fiber dieselbe bereits aus frUheren Zeiten vorliegen. Den Angaben yon FlUekiger und Hanbury'-') zufolge wurde die Pflanze zuerst yon R e e d e 3) und spiiter yon R u m p hi u s ~) be~ sehrieben und abgebildet. Letzterer erkl~trt aueh die Ursache des auffallenden Beinamens , scholaris"~ und zwar daraus, dass man in der Heimath des Baumes aus seinem Holze Schreibtafeln anfertige. 1) Auch fi~lschlich Cortex Tabernaemontanae genannt. Von den Javanern mit dem l~amen "Pule" bezeichnet.
doi:10.1007/bf01847971 fatcat:4nqxzk5v3ve7vnfrtxv6xj5pim