Regeneration und Transplantation bei Planarien

W. Goetsch
1921 Development, Genes and Evolution  
Uber die Regenerationserscheinungen an unseren Sfi~wa~ser-Planarien neue Untersachungen anzustellen, mag manchen~ nieht nStig erseheinen. Die Zahl der Forseher: die sich dieser beliebten Versuchsobjekte fiir experimentelle Untersuchungen bedient haben, ist ja bereits auBerst groB, da es wohl kaum wieder Tiere gibt, die ihre ~>Unsterblichkeit unter des Messers Schneide~ derartig offensichtlich dokumentieren. Besondcrs zeichneten sich Morgan und seine Nachfolger auf diesem Gebiete aus, und na~h
more » ... ete aus, und na~h den klassisch zu nennenden Untersuchungen der amerikanischen Schule ist es beinahe eine Art Wagnis, wieder an diese Probleme der Regeneration heranzutreten. Eine Nachpriifung schadet jedoch niemals, aueh wenn sie schon bekannte Resultate best~ttigt; und es gibt doch immerhin noch eine Anzahl Problemv, die nicht vollkommen gel6st sind; andere wiederum sind wohl nach der morphologischen und neuerdings auch histologischen Seite gu t bekannt, in physiologischer und wenn man so will psychologischer Hinsicht dagegen stark vernachl~tssigt wordem Es gibt also noch allerlei zu erg~nzen; und als erste Frage dieser Art m6chte ich die eigenartige, von Morgan u. a. besehriebene Erfahrung behandeln als den ersten Teil meiner Untersuchungen: L Teil : Wodurch entstehen im Schnittwinkel yon gespaltenen Planarien nach hinten gerichtete Kt~pfe ? Als bekannt dad ich voraussetzen, dab bei Sehnitten, die man dutch den KSrper einer Planarie legt, im allgemeinen an den nach vorn liegenden Wunden Kopfteile und an den in der Riehtung der ursprfingliehen Hinterenden liegenden Narben Sehw~nze entstehen. Ebenso werden bei Spaltungen der L~nge nach die seitlichen H~lften erg~nzt, so da~ in allen ]~llen durch die Regeneration die Verluste erg~nzt werden und dadurch eine einheitliche Individualit~t hergestellt ist.
doi:10.1007/bf02089019 fatcat:oz2z2t4n7beh7g7fd6ttt6fkt4