Ein Beitrag zur Kasuistik der Todesfälle beim künstlichen Pneumothorax

A. šercer, R. Peičić
1922 Lung  
Seit der Einffihrung des kiinstlichen Lungenkollapses in die Therapie der Lungentuberkulose dureh Forlani~ii hat diese Methode eine groBe Ausbreitung in der ganzen Welt gefunden. Die Literatur fiber dieses Spezialgebiet ist seither enorm angewachsen, und in vielen diesbezfiglichen Arbeiten werden aueh die Gefahren und Komplikationen dieser Behandlungsart ausffihr]ieh besproehen. Allgemein wird als gef~hrlichste dabei auftretende Komplikation die Gasembolie gefiirchtet, und ers~ in zweiter Linie
more » ... s~ in zweiter Linie denkt man an die Folgen eines Emphysems. So findet man aueh in den grundlegenden Arbeiten $'orlaninis und Brauers fiber die Kompressionstherapie d~s subeutane Emphysem als einen ziemlich h~ufigen, meistenteils aber ganz belanglosen ZwiSehenfall er-w~hnt. Mehr Beaehtung wird dem sogenannten mediastinalen Emphysem gewidmet, welches durch seine raumbeengende Wirkung auf clas Herz und die groBen GefaBe recht bedrohlieh werden kann. Die Erfahrungen, welehe die Kriegschirurgie an den Folgen zahlreicher Brusk-nnd Lungenverletzungen gesammelt hat, haben unsere Kenntnisse in der Pathologie und Therapie versehiedener Emphysemarten in ganz besonders hohem NIaBe gef6rdert. Dieselben kommen uns natfirlich auch bei der Beurteflung und Behandlung der ungliieklichen Zufalle, die sich hie und d~ bei der Anlegung eines kfinstliehen Pneumo~horax ereignen kSnnen, zugute. Von den verschiedenen Gefahren und Komplikationen, die im weiteren Verlaufe einer Kompressionstherapie vorkommen, wollen wit hier ganz absehen und in Anlehnung an eine eigene Beobachtung nut diejenigen Ereignisse in Betracht ziehen, die direkt im AnschluB an die Anlegung eines Pneumothorax oder seine Nachfiillung, also an den operativen Eingriff selbst, auftreten k6nnen. Dabei wollen wir betonen, dab unsere Mitteilung gar keinen Anspruch darauf erhebt, zu diesem, in so zahlreiehen Arbeiten behandelten Kapitel etwas wesentlich BTeues hinzuzufiigen, sondern sie soU lediglieh als Beitrag zu der gliicklicherweise sparlichen Kasuistik der Todesfalle beim kiinstlichen Pneumothorax dienen.
doi:10.1007/bf02081527 fatcat:pcmq3cm37nh3vj3biytb3nxs3y