Der Elektromagnetismus als bewegende Kraft

1851 Archiv der Pharmazie  
Vereinszeitung. 383 dafiir anwenden. H u g o u l i n sucht noch ein Blittel, die im Schnee eingedriickten Fussslapfen zu niodelliren, und hoBt es zu finden. -(Journ. de Pharm, et de Chirn. Jon. 1851. pag.8.) du M h d . 7) Wisserischaftliclie Naehrichten. Der Elekiromagnetismus als bewegende Kraft. In einer Sitruhg der Londoner Society o r A r l s , in welcher der berlihmte Ingenieur S t e p h e n s o n den Voreitz fiihrte, las Herr R. H u n t eine interessante Abhandluog dber die Anwendung des
more » ... die Anwendung des Elektromagnetisnius als bewegendo Kraft vor. E r erwithnte zuerst der versrhiedenen Versuche, den Elektromagneliarnus zur Forttreibung von Maschinen zu gebrauchen, die von J a c o b y , D a l N e g r o , H a p G a u l e y , W h e a t s t o n e und i n neuester Zeit von H j o r t h gemacht worden sind, von deesen Apparat e r eine genaue Beschreibung gab. Da indesa, trotz der talentvollen hlilnner, welche sich diesein Gegenstande gewidmet, und der bedeulenden Sumirren, die mnn auf den Bau von Illaschinen verwendet hat, noch kein genitgendes Resultat erzielt worden iat, und da auch der Reissige Experimentator J a c o b y , ungeachtet des ibm yon der russisclien Regierung geleisteten pecuniilren Beietandes, seine Versuche anfgegeben EU haben scheint, so nahin der Verhsser Gelegenheit, eine grlindliche Untersuchung der Elemente anzustellen, wrlclio die elektromagnetische Krnft reguliren, um die ganze Frage auf eine gehdrige Basis zu bringen. E r schrilt alsdann zu einer Erkllrung der elektroinagnetischen Induction und erlituterte die Magnetisation des geschnieidigen Eisens vermittelst des Volta'schen Strotries, den man uin selhiger rirruliren 18sst. Die elektromagnetische Krnft betreffend, sprach er seine Ucberzeugung aue, dass sie bis ins Unbegrenzte vermehrt werden k0nnc. Ein Volta'scher Strom, der durch die cheniische Zersetzung der Eleniente einer Battcrie hervorgebrnclit irt, Iiniin diirch liiduclion eine magnetische Kraft erzeugen, welclie immer LU der blasse der Slofks (Zink, Eisen oder ein anderes Wetall) die von der Ralterie consumirt wird, im Verhitltniss skht. Unter den verschiedenen Fortnen der Volta'schen Batterie sind nameutlich die yon D a n i c l , G r o v e , B i~n s e n rind R e i ' n s c h erfundenen zu erwlhncn; die lelztere ist ganr ohne Illetall construirt und hilngt allein von der Wirkung zweier unnhnlichen, sicli langsam combinirenden E'liissigkeiten ab. Der Verf. hat jedoch durch eine lange Heihe yon Experimenten bewiesen, dass die grlisste Sirmme magnetischer Kraft erzeugl wird, wenn dcr cliemische Process am schnellsten v o r sich geht. Es ist daher sparsamer, in allen magnetischen Maschinen eine Batlerie von intensiver Thiltigkeit zu gcbrauchen, 01s eine, die nur langsam wirlrt. Es ist durch Hrn. J o u l e nachgewiesen und von dem Vcrf. aufs genligendste bestaligt worden, dass eine Pferdekraft in einer elektromegnetischen l a s c h i n e durch die Grove'sche Batterie mit dem Aufwande von 45 Pfd. Zink in 24 Stunden erreicht wird, wahrend in einer Batterie nach Daniell'scber Methode 75 Pfd. zu demselben Zwecke erforderlich sind. Die Ursache hiervon wird in der Nothwendigkeit gesucht, einen hohen Grad von Thiltigkeit zu e m ugen, urn den Widerstand EU besiegen, den die molecularischen Krhfts den clektrischen Slrdmungen enlgegensetzen, von denen die magnetische Kraft abhangt. Hr. H u n t meinte daher, d m , obwohl die bestmdg--
doi:10.1002/ardp.18511170326 fatcat:fwlm5zmrmrarbifwplqcsuhpv4