Innovative Studien zur Verbesserung der Versorgungsqualität in der Kraniospinalen Kinderchirurgie

Markus Lehner
2020
Die Versorgung von angeborenen Fehlbildungen stellt den ureigenen Tätigkeitsbereich der Kinderchirurginnen und Kinderchirurgen dar. Neben Fehlbildungen der Bauchwand, der Speiseröhre, des Magen-Darm-Traktes, des Uro-Genitalsystems, der Lunge und der Extremitäten zählen die Fehlbildungen des Zentralnervensystems und des knöchernen Schädelskeletts zu den traditionell durch die Kinderchirurgie versorgten Fehlbildungen. Hydrozephalus Zentraler Punkt hinsichtlich der chirurgischen Therapie des
more » ... ephalus stellt die Wahl und die Implantationsweise des ventrikulo-peritonealen Shunts dar. Die Weiterentwicklung der Shunt-Technologie aber auch der Operationstechniken haben wesentlich zur Verbesserung der Versorgungsqualität dieser Kinder beigetragen. Dennoch gibt es aktuell kein Ventil auf dem Weltmarkt, das eindeutige und in Studien reproduzierbare Vorteile aufweist (Di Rocco, 1994; Rekate, 1993; Serlo et al., 1985). Dies erscheint bei der Heterogenität des Patientenkollektivs auch sehr schwierig zu erreichen. Wir konnten zeigen, dass das Risiko hinsichtlich eines Shunt-Versagens in den ersten 12 Monaten nach Anlage des ventrikulo-peritonealen Shunt-Systems erhöht ist (Haberl et al., 2009). Schädeldeformitäten – Skaphozephalus Am Dr. von Hauner'schen Kinderspital wurden traditionell bereits seit Ende der 1980er Jahre Kinder mit skaphozephaler Schädeldeformität mittels osteoklastischer Kraniektomie in unterschiedlicher Ausprägung behandelt. In der Literatur finden sich bisher keine Arbeiten zu den postoperativen Ergebnissen bei Kindern, die mit der vorgestellten OP-Methode behandelt wurden. Mit dem Fokus auf dem Langzeitverlauf haben wir unser Behandlungskonzept überprüft. Die Ergebnisse waren hinsichtlich des postoperativen Ergebnisses und des Langzeitverlaufs durchweg positiv. Die Schädel haben sich ohne weitere modulierende Eingriffe – sei es operativ oder durch eine Helmbehandlung –normal entwickelt, die Schädelform wurde harmonisch und eine Nachoperation aufgrund fehlender Re-Ossifikation musste in keinem Fall durc [...]
doi:10.5282/edoc.26961 fatcat:chj3762tvjc27k3u4qitdaijhe