Ueber Kriegsblindenfürsorge (Fortsetzung aus Nr. 25.)

E. Krückmann
1915 Deutsche Medizinische Wochenschrift  
Fortsetzung aus Nr. 25.) Es ist mir während der letzten Zeit mehrfach der Einwand zu Ohren gekommen, daß durch einen starken Andrang zu den Blindenberufen ihre Ertragsfáhigkeit beeinflußt werden könnte; doch ist dies wohl kaum zu befürchten, wenn die ausgebildeten Blinden die Fürsorge einer Zentrale in Anspruch nehmen, oder wenn sie sich sonstwie einer Organisation angliedern, die sie ohne Ausbeutung konkurrenz-und erwerbsfähig erhalt. Die fortgesetzten Steigerungen des Absatzes in den
more » ... zes in den Blindenanstalten begründen durchaus die Ansieht, daß bei geschiftskundiger Ruhrigkeit noeh reichliche Gelegenheit geboten ist, um die Blindenberufe wesentlich ertragreicher zu gestalten. Als Handwerke sind außer den nebensächlichen und wenig gewinnbringenden Beschäftigungen, wie Mattenf lechten, Stuhibeziehen und Netzestricken, sowie einigen einfachen Verarbeitungsweisen von Tuchen und Pappen von wesentlicher Bedeutung nur noch die Seilerei, die Bürstenbinderei und die Stuhifleehterei bzw. die Korb macherei. Die Ausbildungszeit schwankt zwischen Dieses Dokument wurde zum persönlichen Gebrauch heruntergeladen. Vervielfältigung nur mit Zustimmung des Verlages.
doi:10.1055/s-0029-1191215 fatcat:c7fzuxy22nbm5oxlvjpl4o3cbi