Numerical modeling of post-seismic displacement fields [article]

Amir Masoud Abolghasem, Universität Stuttgart, Universität Stuttgart
2002
Um die Deformationen der Erde unter der Einwirkung verschiedener anregender Kraftfelder, z.B. Oberflächenlasten und Erdbeben zu untersuchen, werden mehrere Modelle aufgestellt, die zu hochinteressanten Ergebnissen führen. Obwohl das Hauptanliegen der Arbeit in der Darstellung postseismischer Verschiebungsfelder besteht und sich damit vor allem mit dieser Klasse von Anwendungen beschäftigt, wird - aus der Motivation heraus, die Methode durch Vergleich mit bestehenden Lösungen zu testen - auch
more » ... Verschiebungsfeld bei Einwirkung einer einfachen Oberflächenlast berechnet. Mit der Einführung der Dislokations-Theorie durch Steketee [1958] sind zahlreiche analytische Formulierungen zur Beschreibung seismischer Deformationen entwickelt worden, wobei jedes nachfolgende Modell aus Gründen stärkerer Realitätsnähe entweder eine kompliziertere Anregungsfunktion als das vorhergehende verwendet oder weitergehende Effekte berücksichtigt. Die angesetzten Anregungen reichen dabei von punktförmigen Oberflächenlasten bis zu geneigten inneren Verwerfungen. Das einfachste untersuchte Erdmodell besteht aus einem nichtgravitierenden, homogenen, isotropischen, linearen, elastischen, semi-unendlichen und ebenen Modell, d.h. dem sog. elastischen Halbraum. Die darauf aufbauenden komplizierteren Modelle berücksichtigen dann auch die Eigenschaften der realen Erde, wie z.B. Erdkrümmung, Oberflächentopographie, Schichtung, laterale Inhomogenität und Kompressibilität. Einige dieser Eigenschaften sind derzeit Gegenstand aktueller Forschungsarbeiten; so sind z.B. die durch laterale Inhomogenitäten und Kompressibilität hervorgerufenen Fragestellungen bisher noch völlig ungeklärt. In fast allen Bereichen der Wissenschaft werden heutzutage analytische Verfahren durch numerische Verfahren ersetzt.
doi:10.18419/opus-3661 fatcat:puge6brcvzawhd2tvxbtonjbve