Die Behandlung der ovariellen Ausfallserscheinungen unter Anwendung des sedativen Organpräparates "Ovobrol."

Eugen Guttmann
1920 Deutsche Medizinische Wochenschrift  
Frauenarzt in Charlottenburg. Für die Behandlung der meist mit stark nervösen Symptomenkomplexen einhergehenden ovariellen Ausfalserscheinungen steht heute die Organtherapie an erster Stelle, nachdem sich die Erkenntñis Bahn gebrochen hat, daß die Ursache der Ausfallserscheinungen in der lnsuffizienz innersekretorischer Drüsen liegt. Die günstigen Erfolge zahlreicher Autoren allein schon bei der innerlichen Darreichung der Eierstockprüparate -Prochownik gründet sein Urteil sogar auf eine
more » ... gar auf eine Beobachtungszeit von 10 Jahren -beweisen, daß das Ovarjalhorinon ebenso wie das Schildlrüsenhormon vom Verdauungstraktus nicht abgebaut wird. Die bisherigen praktischen Erfahrungen bei der Behandlung mit Eierstockpräparaen haben jedoch, was besonders hervorzuheben ist, ergeben, daß als Hauptbedingung für das Zustandekommen einer befriedigenden Wirkung reichliche und genügend lange Darreichung von Ovarialextrakten erforderlich ist. Es vergeht nämlich meist längere Zeit, bis die Wirkung der Ovarialpräparate sichtbar wird. Da jedoch die ovariellen Störungen erfahrungsgemäß in den allermeisten Fällen mit nervösen und psychischen Symptomen aller Art verknüpft sind, so habe ich, um einen möglichst frühzeitigen Einfluß auf die quäleriden nervösen Be. schwerden zu erlangen, eine Kombination zwischen einem kausal wirkenden Organpräparat und einem in seiner symptomatischen Wirkung bald einsetzenden sedativen Arzneimittel empfohlen. Heruntergeladen von: NYU. Urheberrechtlich geschützt.
doi:10.1055/s-0029-1210001 fatcat:qjjg7acd6bgpxccrqng3zuy4pm