Bildgeführte dosiseskalierte Strahlentherapie des Prostatakarzinoms mittels helikaler Tomotherapie [thesis]

Tomasz Barelkowski, Universitätsbibliothek Der FU Berlin
2021
Einführung: Primäre und postoperative Strahlentherapie sind etablierte Behandlungsoptionen des lokalisierten Prostatakarzinoms. Das onkologische Ergebnis kann durch Dosiseskalation verbessert werden. Damit einhergehende erhöhte Nebenwirkungsraten können durch die nebenwirkungsärmere bildgeführte Strahlentherapie (IGRT) kompensiert werden. Diese Dissertation umfasst Publikationen von Wust et al., Barelkowski et al. und Beck et al., welche die dosiseskalierte primäre und postoperative IGRT des
more » ... alisierten Prostatakarzinoms am Tomotherapie-System retrospektiv untersucht haben. Methoden: 1) Wust et al. unternahmen einen Vergleich der Bestrahlungsgenauigkeit der primären IGRT basierend auf Megavoltcomputertomographien (MVCT) bzw. implantierten Markern. 2) Barelkowski et al. analysierten die klinischen Ergebnisse einer Kohorte, welche mit primärer MVCT-basierter IGRT behandelt wurde. Die verschriebene Dosis in der Prostata betrug bei niedrigem und günstigem intermediärem Risiko 80 Gy in 40 Fraktionen und bei ungünstigem intermediärem und hohem Risiko 84 Gy in 42 Fraktionen. 3) Beck et al. analysierten die klinischen Ergebnisse einer Kohorte, welche mit postoperativer MVCT-basierter IGRT behandelt wurde. Die verschriebene Dosis im Risikogebiet betrug 70,3 Gy in 37 Fraktionen. Ergebnisse: 1) Die Berechnungen erfolgten anhand eines repräsentativen Datensatzes von Patienten, welche mit MVCT- (n = 43) bzw. markerbasierter (n = 15) IGRT behandelt wurden. Insbesondere in vertikaler Richtung ergaben sich bei der MVCT-basierten Einstellung größere residuelle interfraktionelle Verschiebungen und Sicherheitssäume. Dies führte allerdings nur zu moderaten dosimetrischen Nachteilen (D95% im CTV: 76,5 Gy vs. 78,4 Gy). Die Dosisbelastung in den Risikoorganen lag bei beiden Gruppen weit unter üblichen Grenzwerten. 2) Achtundachtzig konsekutive Patienten wurden mit primärer Strahlentherapie behandelt, davon 11,4% mit niedrigem, 50% mit intermediärem und 38,6% mit hohem Risiko nach D'Amico. Die mediane Nachbeobachtungszeit betrug 66 Mo [...]
doi:10.17169/refubium-29672 fatcat:axptznbe2bcdzdkurf2tpfwb5q