Ueber die krystallisirbaren gelben Farbstoffe der Galangawurzel

E. Jahns
1882 Archiv der Pharmazie  
I n der Galangawurzel wurde 1839 von B r a n d e s eine von ihm K a m p f e r i d genannte Substanz aufgefunden, die sich aus dem balsamartigen Verdunstungsruckstande dee atherischen Auszuges der Wurzel in Krystallen ausschied. Die Reinigung dieses Korpers gelang nur schwierig; durch 10-12maligen Losen in warmem 65proc. Weingeist, Erhitzen uber looo (um das atherische Oel zu entfernen), wiederholtes Umkrystallisiren aus 90 -95proc. Weingeist und Waschen mit Aether wurde das Kiimpferid
more » ... ch frei von Harz und atherischem Oel erhalten, doch fuhrte diese umstandliche Methode zugleich einen nicht unerheblichen Verlust an Substanz herbei. Die Ausbeute betrug O,l2 -0,14 Proc. der Wurzel. B r a n d e s beschreibt das Kampferid als kornige und blattrige , weisse und gelblichweisse Krpstalle, fast unloslich in Wasser, loslich in 25 Thln. kaltem Aether, sowie in 50 Thln. kaltem und in 6,6 Thln. siedendem 95proc. Weingeist, ferner mit intensiv gelber Parbe in Alkalien und unter Kohlensaure -Entwickelung auch in wiissrigem kohlensauren Natron. Als bemerkenswerthe Reaction wird angefiihrt, dass sich das Kampferid in Schwefelsaure mit gruner Farbe lose. Zwei Analysen ergaben 64,54 und 64,41 Proc. Kohlenstoff,a 4,26 und 4,54 Proc. Wasserstoff, eine Fprmel ist hieraus nicht berechnet. 1) Archiv d. Pharm. (2) 19, 52. 8 ) Bei Zugrundelegung der heutigen Atomgewichtszahlen. Br andes hatte nach den damals angenommenen Atomgewichten 65,34 und 65,28 Proc. Bohlens toff berechnet. Arch. d. Pharm. XX. Bde. 3. Heft. 11 162 E. Jahns, Ueber die krystallisirbaren gelben Farbstoffe der Galangawurzel.
doi:10.1002/ardp.18822200302 fatcat:fjp335puivhllm3xvl6nc2z2xy