Characterization of the premature microbiome by assessment of bacterial load as well as isolation of residing bacteria and the influence of Bifidobacterium bifidum on immunological function

Margareta Mayer
2020 unpublished
In den ersten Lebenswochen wird das Darmmikrobiom von Säuglingen zunächst durch pränatale und postnatale Faktoren wie mütterliche Infektionen, Art der Entbindung, Ernährung und den Einsatz von Medikamenten geprägt. Extrem Frühgeborene sind früher mit der extrauterinen Umgebung konfrontiert und haben daher in dieser kritischen Entwicklungsphase zusätzlich mit sich ändernden Zuständen und Krankheitsphasen zu kämpfen. Dies kann zu lang anhaltenden physiologischen und neurokognitiven
more » ... iven Beeinträchtigungen führen. Jüngste Studien zeigten eine rasch ansteigende Bakterienanzahl vor Beginn einer nekrotisierender Enterokolitis. Es wird somit angenommen, dass neben der relativen Häufigkeit der vorkommenden Bakterien auch die totale Anzahl an Bakterien relevant sein kann um Krankheitsverläufe besser nachzuverfolgen. In der vorliegenden Arbeit wurden 547 Stuhlproben von 60 Frühgeborenen (GA<28, Geburtsgewicht<1000g) verwendet, um die gesamte Biomasse anhand 16S rRNA Kopien durch quantitative PCR zu identifizieren. Das Ziel war es das Fortschreiten von in dieser Patientengruppe weit verbreiteten Infektionskrankheiten, wie der nekrotisierenden Enterokolitis sowie früher und später Sepsis, besser zu ver- stehen. Die mittlere Anzahl an 16S rRNA Kopien in den ersten Tagen nach der Geburt betrug 1,6*10^9 und wies einen Anstieg bis zu 6,6*10^10 Kopien bei Entlassung vor. Es zeigten sich jedoch individuelle Schwankungen wo das Maximum bis zu 7,8*10^10 betrug. Kurzzeitige Schwankungen bei der bakteriellen Sukzession können Teil eines natürlichen Besiedelungsprozesses darstellen. Jedoch konnten wir beobachten, dass sich manche Abweichungen vermehrt in an Infektionen erkrankten Patienten fanden. Die Ergebnisse weisen deshalb darauf hin, dass Biomasse ein unterstützender Indikator sein kann, um den klinischen Status der Kinder genauer zu interpretieren. Hierbei habe ich mich im Speziellen mit dem Zusammenhang von Bakterienlast und Ernährungsstrategie sowie der Behandlung mit Antibiotika und Probiotika auseinan [...]
doi:10.25365/thesis.64198 fatcat:boug5dvot5g4xi35sd4dqzuw3q