Ueber Peripleuritis

Karl Vogel
1903 Deutsche Zeitschrift für Chirurgie  
Secund/[rarzt, Privatdocent fiir Chirurgie. Nach Le Plat hat schon Bonnet im Jahre 1679 den als "Peripleuritis" bezeichneten Process genau gekannt und beschrieben. Auch andere Autoren haben die Krankheitsform beschrieben~ wie aus dem betreffenden Kapitel in der "Deutschen Chirurgie", yon Riedinger, hcrvorgeht. Das ]Iauptverdienst, spiitcr wieder auf das Vorkommen der Peripleuritis, und zwar als selbs'tii, ndige genuine Erkrankung~ nieht Folgeerscheinung einer Erkrankung der Nachbarschaft
more » ... tis u. a.) hingewiesen zu haben, gebtihrt jedoch Wunderlieh, der 1861 zwei einschlhgige Fiille besehrieb und das Krankheitsbild genau charakterisirte. Ihm folgte im selben Jahre Billrot|l~ der, wie er selbst sagt% die g'enauere Kenntniss jener Erkrankung erst der Wund erlieh'schen Arbeit verdankte und der Casuistik zwei F/~lle hinzufiigte. Nachdem dann im n~chsten Jahrzehnt noeh vereinzelte F~lle verSffentlich worden sind (yon Bartels~ Riegel, Caspari u. A.), verschwindet das Thema Peripleuritis~ sofern damit eine genuine, prim/ire Affcction gemeiut ist, sozusagen vollkommen aus der Literatur. 1882 kommt Martin im Centralblatt fiir Chirurgie noch einmal darauf zuriick. Er erw~hnt die Spiirlichkeit der beobachteten Fiille und beantwortet zum Schluss die Frage, ob es iiberhaupt eine prim~re Peripleuritis gebe, dahin, dass er sie nut im Hinblick auf die Autoritiitcn, die sich dureh Erforschung des Krankheitsbildcs unseren Dank erworben haben, nicht ausdriicklich verneint, dass aber bei ihm manche Zwcifel vorwalten. Seit diesem Aufsatz Martins ist in der Literatur yon der Peripleuritis nicht mehr in irgendwie eing'ehender Weisc die Rede gewesen.
doi:10.1007/bf02790890 fatcat:6xpmtekvnbentnbqirjdpbc3z4