Maternal Inheritance and Mendelism

K. Toyama
1914 Molecular Genetics and Genomics  
T o y area hat die Vererbung bei dem Seidenspinner eingehend studiert und schon mehrere Berichte fiber seine Experimente .erstattet. In der ersten der vorliegenden Arbeiten teilt Verf. zuerst eine Ubersicht der yon ihm studierten Raupenmerkmale mit, deren Anlagen sich nach der Mendelschen Regel vererben, und fiihrt auch an, ob sie dominant oder rezessiv sind. Sodann bespricht er die in der •iteratur lebhaft diskutierte Frage yon der Vererbung der Kokonfarbe und gibt auch eine Erklarung
more » ... Erklarung darfiber, daft einmal die gelbe, ein andermal die weifie Farbe dominiert. Diese Erkl~rung ist jedoch durchaus ganz falsch und streitet ganz gegen die fibliche Auffassung tier Presence-absence-ttypothese. Da Verf. aber in dieser Zeitschrift (Bd. X, Heft 3, S. 233--241) das R~tse], wie es scheint, ganz richtig 15st, indem er die Farbe yon zwei Faktoren abhangig macht, erstens einem Faktor ffir Pigment und zweitens einem Hemmungsfaktor, so dfirfte eine Widerlegung der ~lteren Auffassung T o y a m a s hier fiberfliissig sein. ttiernach folgt eine Darstellung der Kreuzungsversuche yon Rassen, deren Eier in Farbe und Form verschieden sin& Da Verf. diese Versuche in der zweiten Abhandlung eingehend behandelt, so werden wir sie erst sparer besprechen. Zum Schlufi eignet Verf. einige Worte dem verwickelten Problem der Vererbung des Uni-, Bi-und Multi.voltinismus, d. h. der Eigenschaft des Seidenspinners in einem Jahre eine, zwei oder mehrere Generationen zu entwickeln. T o y a m a schlieflt sieh der Auffassung von Mc C r a c k e n an, da~ die Vererbung eine maternelle ist, meint aber, dab sie in hohem Grade durch die Einwirkung der Temperatur abge~ndert werden kann. Bivoltinistische Rassen kSnnen durch Einflufi hoher Temperatur w~hrend der Entwicklung der Eier in univoltinistische verwandelt werden, wogegen herabgesetzte Temperatur in demselben Entwicklungsstadium zwei oder sogar mehrere Generationen hervorruft. Die univoltinistische Rasse ist weniger leicht modifikabel. Durch diese Entdeckung werden die eigentfimlichen, einander widersprechenden Ergebnisse verschiedener Forseher erkl~rt, welehe Resultate C a s t l e zur Annahme eines Dominanzwechsels veranlaften (vgl. das Ref. fiber Mc C r a c k e n und C a s t l e in dieser Zeitschrift. Bd. VII, S. 73~ wo Referent schon die Bedeutung der Milieueinflfisse betont hat). In der zweiten Abhandlung werden, wie gesagt, die verschiedenen Merkmale der Eier und die Vererbung ihrer Anlagen behandelt. Die Vererbung gestaltet sich sehr verwickelt, denn die Farbe der Eier ist in erster
doi:10.1007/bf01837304 fatcat:cetthlodtzcgff5rmgo6u7c7xe