Beitrag zur Magenverdauung des Säuglings

Heinrich Davidsohn
1913 European Journal of Pediatrics  
Der gegenw~rtige Stand der Kenntnisse vom physiologischen und pathologischen Ablauf der Magenverdauung beim S~ugling muB als unbefriedigend bezeichnet werden. Beispielsweise entbehren unsre Ansehauungen fiber den Salzs~uregehalt des Sauglingsmagens trotz der zahlreiehen Arbeiten, die sich mit dieser wiehtigen Magenfunktion besch~ftigen, noch jeder sieheren Grundlage. A. H. Meyer ~) hut gezeigt, dab die Acidit~t bei ein und demselben Kinde auch bei gleieher Zeit nach der gleiehen Probemahtzeit
more » ... hen Probemahtzeit erhebliehe Untersehiede aufweisen kann und Uffenheimer a) kommt bei seiner Besprechung zu dem Resultat, dab sieh fixe S~urezahlen ffir den ausgeheberten Mageninhalt nicht aufstellen lassen. Da nun gerade in den letzten Jahren mehrere Tatsachen mitgeteilt worden sind, welche zeigen, dab einige bisher anerkannte Anschauungen fiber die Magenverdauung einer Revision bediirfen, habe ieh im Folgenden eine erneute Diskussion dieser Frage unternommen. Dabei werden zun/ichst diejenigen Momente, welehe einer Verbesserung bedfirfen, erSrtert, undes wird dann versueht werden, den Ablauf der Magenverdauung beim S~ugling unter Berfieksiehtigung der jfingst gefundenen Tatsaehen neu darzustellen. SehlieBlich werden bei der Bespreehung die Gesichtspunkte hervortreten, welehe geeignet sind, einer rationellen Methode zur Untersuchung des Mageninhalts beim S~ugling als Grundlage zu dienen. Im letzten Tefl der Arbeit wird dann eine derartige Methode ausfiihrlich besproehen werden.
doi:10.1007/bf02087471 fatcat:g7z5ngqk2nhwra4al4alg3ncly