Konstruktion geschäftsprozessorientierter operativ-dispositiver Komponentenarchitekturen

Thomas Benker
2018
Dieses Werk ist als freie Onlineversion über den Hochschulschriften-Server (OPUS; http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/) der Universitätsbibliothek Bamberg erreichbar. Kopien und Ausdrucke dürfen nur zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch angefertigt werden. Herstellung und Druck: docupoint, Magdeburg Umschlaggestaltung: University of Bamberg Press, Larissa Günther Bibliographische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation
more » ... der Deutschen Nationalbibliographie; detaillierte bibliographische Informationen sind im Internet über http://dnb.d-nb.de/ abrufbar. Meiner Familie Geleitwort Gemäß dem klassischen Verständnis betrieblicher Anwendungssysteme stehen die Verarbeitungsprinzipien OLTP (online transaction processing) und OLAP (online analytical processing) "quer" zueinander. Während OLTP an einzelnen Geschäftsprozessen orientiert ist, zielt OLAP auf die geschäftsprozessübergreifende Auswertung von Kennzahlen, die in der Regel historisiert sind und nach unterschiedlichen weiteren Dimensionen analysiert werden. Anders ausgedrückt, unterstützt OLTP die operativen Bereiche der Leistungserstellung eines Unternehmens, während OLAP auf die dispositiven Managementbereiche Bezug nimmt. Die Nachteile dieses klassischen Ansatzes treten insbesondere mit zunehmendem Umfang des Gesamtsystems zutage. Die Zweiteilung in ein operatives und ein dispositives Teilsystem ist zu unflexibel, um auf Änderungsanforderungen im System zeitnah zu reagieren. Thomas Benker greift in seiner Dissertation "Konstruktion geschäftsprozessorientierter operativ-dispositiver Komponentenarchitekturen" dieses Problem auf. Er schlägt für betriebliche Anwendungssysteme eine Komponentenarchitektur vor, die operative und dispositive Elemente integriert. Hierfür entwickelt er eine zugehörige Konstruktionsmethodik und evaluiert Architektur und Konstruktionsmethodik anhand einer ausführlichen und praxisrelevanten Fallstudie. Den Untersuchungsgegenstand der Arbeit bilden somit Architektur und Entwicklung prozessorientierter Data-Warehouse-Systeme. Zugehörige Untersuchungsziele sind: (1) die Architektur so zu gestalten, dass eine flexible Anpassbarkeit an Veränderungen der Prozessstruktur sowie die bedarfs-und zeitgerechte Unterstützung heterogener Nutzergruppen ermöglicht und (2) eine umfassende, abgestimmte Methodik zur Entwicklung dieser Architektur bereitgestellt wird. Mit der vorliegenden Arbeit werden die Themenbereiche (a) der konzeptuellen Grundlagen betrieblicher Informationssysteme, (b) der Systementwicklung und (c) des Data-Warehousing zusammengeführt. Thomas Benkers Ansatz ist theoretisch wie methodisch fundiert und gleichzeitig praxistauglich. Die Lektüre der I Geleitwort Arbeit kann allen empfohlen werden, die sich in Wissenschaft und Praxis mit Fragen der ganzheitlichen, komponentenbasierten und prozessorientierten Architektur von Anwendungssystemen beschäftigen. Möge die Dissertation einen nachhaltigen Beitrag leisten, die entwicklungshistorisch bedingte Trennung zwischen OLTP und OLAP mit dem Ziel der Gewinnung flexibler Anwendungssystemarchitekturen zu überwinden. Bamberg, im Januar 2018 Prof. Elmar J. Sinz II Vorwort Geschäftsprozesse bilden die Lösungsverfahren betrieblicher Systeme und gleichzeitig die zentralen Artefakte zur Realisierung der unternehmerischen Ziele. In Zeiten dynamischer Märkte mit intensivem Wettbewerb ist es umso wichtiger, zeitnah auf Veränderungen am Markt sowie auf Ereignisse in den Prozessen selbst zu reagieren. In der Konsequenz gilt es, die eigenen Geschäftsprozesse stetig zu hinterfragen und Maßnahmen zu deren effizienterer und innovativerer Durchführung abzuleiten. Mit dem geschäftsprozessorientierten Data-Warehouse-Konzept als zentralem Baustein operativ-dispositiver Anwendungssysteme leistet die Arbeit einen Beitrag zur Realisierung dieser Zielsetzung.
doi:10.20378/irbo-51230 fatcat:s2k3ohu6njdcvoa54qa5kqty3i