Ueber Sterilität. III. Ursachen und Behandlung der männlichen Sterilität und Impotenz (Schluss aus No. 26.)

1879 Deutsche Medizinische Wochenschrift  
Unter der männlichen Impotentia coeundi verstehen wir das Unvermögen, den Begattungsact in regeirecliter Weise auszuführen. Dieses Unvermögen beruht entweder auf dem gänzlichen M angel der E r e etionen, auf Unvollständigkeit oder zu kurzer Dauer derselben, oder auf Abnormitäten der Gliedbilduug (hermaphroditische Missbildungen, mangelhafte Entwicklung, Difformitäten, Schwielenbildung in Folge von Entzündung der Corpora cavernosa, Neoplasmen). Ein impotenter Mann ist immer steri), da er nicht
more » ... eri), da er nicht flihig ist, Sperma in der Scheide zu deponiren'), ein steriler Mann braucht aber, wie dies schon aus dem früher Gesagten erhellt, keineswegs impotent zu sein. Die eigentlichen heranaphroditischen Missbildungen bieten so mannigfaltige Spielarten, dass der mir zur Verfügung stehende Raum ihre Detaillirung nicht gestattet. Therapeutische Eingriffe zum Zweck der Wiederherstellung des Cohabitationsvermögens sind sowohl hei den hermaphroditischen als den andersartigen Abnormitäten der Gliedbildung fast immer nutzlos; nur wenn es sich um Durchtrennung eines zu kurzen Frenulum, -die Phimose ist schon bei den Hindernissen der Samenentleerung erwähnt -um Exstirpation von Neubildungen des Penis (Carcinome, Verknöcherungen, Lipome, Elephantiasis des Praeputium) oder um Operation einer Hydrocele, um Reposition eines grossen Leistenbruchs I) Ich sehe hier von den seltenen Fällen ab, in denen der Contact des Sperma mit der Schleimhaut des Introitus vaginae schon zur Schwangerschaft fuhrt. Heruntergeladen von: NYU. Urheberrechtlich geschützt.
doi:10.1055/s-0029-1194920 fatcat:wq3xwifuoranfbyjwwn6sydlge