Casuistischer Beitrag zur Anwendung des Schultze'schen Sichelmessers

1897 Deutsche Medizinische Wochenschrift  
Fötus angegebenen Sichelmessers mag die Mittheilung nachstehenden Falles rechtfertigen, um so mehr, als der Erfolg, der mit diesem bei den praktischen Aerzten offenbar wenig bekannten Instrument erzielt wurde. ein sehr befriedigender war. Seitdem Prof. Küstner in Breslau, damals noeh in Jena, das Sichelmesser im Jahre 1880 t) zuerst empfohlen, scheint es nicht, als ob dasselbe eine grössere Verbreitung erlangt habe. Soweit mir die Litteratur hier zugängig war, ist nur noch Friedländer2) im
more » ... iedländer2) im Jahre 1887 in einer gleichfalls aus der Jenenser Klinik stammenden Publication und ferner aus der Dorpater Klinik 1889 Thomsonz) für dasselbe eingetreten, dem sieh in neuester Zeit Redlich und Buchholz4) angeschlossen haben. Aber alle diese Publicationen stammen aus S e h u lt z e'scher bezw. K ti s t n erseher Schule, wthrend die von verschiedenen anderen Seiten, von Wien ), von Berlin 6), Würzburg 7) erschienenen Veriffentlichungen über Embryotomie entweder dem von Kiistner heftig angegriffenen Braun'schen Schlüsselhaken das Wort reden, odere andere Instrumente, z. B. eine Stahldrahtsäge6), oder Tarnier's guillotineartiges Messer9) empfehlen. Endlich ist im vorigen Jahre von Prof. Zweifel in Leipzig ein ganz neues Instrument, ein Doppelhaken, construirt worden, auf den ich später nochmals kurz zurückkommen werde. Auch die zur Zeit in Deutschland gebräuchlichsten Lehrbücher der allgemeinen und operativen Geburtshülfe, welche ich daraufhin eingesehen,
doi:10.1055/s-0029-1209896 fatcat:ytfgkvrorjgbjmcyi4v4jbo43m