Primäre Resektion bei Ileus durch Dickdarmstenosen

Frank
1922 Deutsche Zeitschrift für Chirurgie  
Ich stelle Ihnen die Patientin vor, um zu zeigen, dal3 bei derartigen Dickdarmerkrankungen eine auch noch s.o ausgedehnte subtotale Resektion nicht gentigt, um eine dauernde Heilung zu erzielen. Nach der ausgedehnten yon S ie g el vorgenommenen Dickdarmresektion, bei der das C6cum zurtickgelassen wurde, ist es mit der Zeit zu einer krankhaften Erweiterung dieses Dickdarm. restes gekommen, die schliefSlich so erhebliche Beschwerden verursachte. Man mug daher bei ausgedehnter Erkrankung oder
more » ... rkrankung oder kongenitaler Ver./inderung des Dickdarmes den ganzen Dickdarm, alas C6cum eingeschlossen, entfernen. Zweitens beweist dieser Fall, dab Lane, der bereits im Jahre 19I I tiber eine ganze Anzahl yon F/illen totaler Dickdarmresektion berichten lielS, recht hat: der Dickdarm ist fiir den Menschen entbehrlich, diese Kranken befinden sich nach der Operation wohl und leiden nicht an Durchf/illen. Wenn man sich sicherlich auch schwer zu einem derartigen groBen Eingriff, der am besten zweizeitig auszuftihren ist, entschliel3en wird, soll man bei strikter Indikation vor ihm nicht zuriickschrecken. Vornahme yon Anastomosen und Ausschaltung yon Dickdarmteilen sind wegen ihrer schweren Folgen grunds~itzlich zu verwerfen.
doi:10.1007/bf02791103 fatcat:zcldnjedszf6bnekczmo3xbozm