VARIATIONSSTATISTISCHE PROBLEME UND MATERIAlIEN

F. LUDWIG
1901 Biometrika  
SCHON an andorem Ort* habe ich darauf hingewiesen, dass zwischen den zoologischen und botanischen Variationspolygonen ein wesentlicher TJnterechied bestehen durfte, insofern die letzteren vorwiegend komplex, polymorph, sind und nicht den einfachen Pearsonschen Typen monomorpher Variationspolygone entsprechen, wie sie von Anthropologen und Zoologen gefunden werden. Man kann das einmal mit dem bei der Pflanze weniger begrenzten Wachsthum erklaren, bei dem verechiedene Entwicklungs-, beztiglich
more » ... ngs-, beztiglich WachsthumRstufen innerhalb der Species erreicht werden konnen (vgl. die Fibonaccikurven I); dann aber dtlrfte es zurtickzufiihren sein auf die bei den hSheren Pflanzen im Gegensatz zu den hoheren Tieren so hdvfige asexuelle und die ihr im Effect verwandte autogame sexuelle Fortpflanzung. Bei letzterer verhalten sich die Nachkommen wie Teile desselben Stock es, und sind nur im Besitz solcber Eigenschaften die das Mutterindividuum selbst kennzeichneten, die Variation fuhrt zu den "petites especes" deren Charaktere, wenn auch noch so minutios, merkwurdig konstant gefunden werden. Die regelmassige sexuelle Fortpflanzung mit Xenogamie wird dagegen eine nivellierende Wirkung haben mussen, welche der Bildung " kleiner Arten " entgegensteht. * Lndvig; Een fondamenteel versohil in de veranderlijtheid bij het dier en de planten? Kruidkimdig QenooUchop Dodonoea Us Oeni, ELfde Jaargang,.1899, pp. 108-121. t Elodta ist dibcisch, aber nor in dem einen Oesohleoht in Enropa verbreitet, die anderen genannton Artan nnd selbsteterQ und bringen an SUndorten, wo alle Individoen von dsmselben Stock abotammen, keine Samen.
doi:10.1093/biomet/1.1.11 fatcat:ghjdx5452rgvzntkcxdtyy4kui