Ein neuer Kraniostat

K. Ogushi
1926 Folia Anatomica Japonica  
Mit 4 Textfiguren. Durch die Unterstiitzung des Herrn Direktor der Zeitung " 0 s ak amainichi " H. Motoyam.a und anderer verehrter Bekaunter, denen mein bester Dank gebiihrt, konnte ich mi Jahre 1917-1920 aus den Muschelhaden (japanisch " Kaidzuka ") in verschiedenen Gegenden von Japan, namentlich von Kai (in der Provinz Osaka), Ts uk um o (in der Provinz Okayama), Hoso ura (in der Provinz I wate) und deren anliegenden Ortschaften, neben Unmengen von jungsteinzeitlichen Artefakten, Tierknochen,
more » ... M uschel-und Schneckenschalen zahlreiche prahistorische, wenn auch teils zerdriickte, tells fehlerhafte, so doch zum grOssten Teile sozusagen gut erhaltene Menschenskelette herausgraben, die sich wenigstens auf 120 Individuen belaufen. Durch inzwischen vorgenommene miihsame zeitraubende Restitutionen konnten u. a. nicht weniger as 45 brauchbare menschliche Schadel wiederhergestellt werden. Sie sind jedenfalls fast ausschliesslich durch den durchgreifenden verwitt'ernden Einfluss des Erdbodens so zart und zerbrechlich geworden, dass die meisten bisherigen kraniometrischen Schiidelhalter n nicht zweckmassig beniitzt werden kOnnen, ohne ihnen mehr oder weniger grossen Schaden zuzufiigen. Dazu kommt noch, dass ihnen sowohl beim Ausgraben, als auch beim Reinigen trotz meiner na6glichsten Bemiihung leider die Teile hiiufig verloreu gegangen sind, die diesen Instrumenten als Angriffspunkt zuDienste stehen. Diese Umstande haben mich genOtigt, bevor ich auf das kraniometrische Studium dieser Schuidel einging, zum Voraus einen besonderen zweckmiissigen Schiidelhalter zu konstruieren. So habe ich im Jahre 1920 einen im physiologischen Institut zu Osaka angestellten Feinmechaniker in Riicksprache genommen und ihn nach meinem Entwurf einen neuen Kraniostat anfertigen lassen. Dabei wurde auf folgende Grundsiitze unser Augenmerk gerichtet: 1. Der Apparat muss die Schadel, die ziemlich stark defekt and leicht zerbrechlich sind, mOglichst schonend, doch in jeder beliebigen
doi:10.2535/ofaj1922.4.6_433 fatcat:mub4v4jcknfbndtryolqirp6nq