16. Ueber Thrasyllos. Zu Laert. Diog. III 66—62

Fr. Susemikl
1895 Philologus (Berlin)  
Miscellen. 567 αύτά den Zweck der Agitationen bezeichnet und mit οπως σπονδαί δνόματι ¡xóvov ειηααν gleichbedeutend ist, giebt οδτω das von den Kriegsparteien zur Erreichung ihres Zieles gewählte Mittel an, indem es auf ήσυχαζόντων μή ú¡xó)v zurückлveist. Ohne die von uns vorgenommene Aenderung würde es für ουτω an einer Beziehung fehlen. Gießen. L. Holzapfel. 16. Ueber Thrasyllos. Zu Laert. Diog. III 66-62. Varrò L. L. VI 37 citiert den platonischen Phaedon mit Plato in quarto, und bei Albin.
more » ... to, und bei Albin. Isag. 4 werden als Vertreter der tetralogischen Anordnung der platonischen Werke mit Euthyphron, Apologie, Kriton, Phaedon als erster Tetralogie Derkyllides und Thrasyllos genannt, Ersterer so vor dem Letzteren. Ich habe daraus (Alex. L.-G. II S. 292) nach dem Vorgange Anderer geschlossen, daß die schon von Varrò benutzte Piatonausgabe von Derkyllides hergerührt habe, üsener i) hält dagegen Tyrannion für ihren Urheber. Warum ich seinen Combinationen nicht folgen kann, habe ich in Bursian-Müllers Jahresber. LXXIX S. 81 fip. dargelegt^). Hier mögen mir einige weitere Bemerkungen verstattet sein, für welche dort kein Platz war. Wer nämlich etwa glauben wollte, wie Usener zu thiin scheint, daß auch sei es Laert. Diog. III 56 £f. sei es schon der dem letzten Drittel des 1. Jahrh. n. Chr. angehörige Schriftsteller über Philosophengeschichte, von dessen ihm allerdings nur in einem Auszuge vorliegenden Werk er eine neue Auflage machte, d. h. wahrscheinlich Nikias von Nikaea den unter Tiberius lebenden Thrasyllos nicht als den Urheber, sondern nur als einen Colporteur der von demselben vertretenen tetralogischen Ordnung betrachtet, ja daß sich sogar wohl Thrasyllos selbst nur als einen solchen bezeichnet habe, der würde m. E. irren. Es werden hier zunächst Tragoedie und Philosophie in Parallele
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