Weiterer Beitrag zur Frage der spezifischen Wirkung der Zellfermente. III. Mitteilung

Emil Abderhalden, Gottfried Ewald, Ishiguro Watanabe., R. Watanabe
1914 Hoppe-Seyler´s Zeitschrift für physiologische Chemie  
In den früheren Mitteilungen 1 ) ist der Nachweis geführt worden, daß bestimmte Zellarten über proteo-resp. peptolytische Fermente verfügen, die ausschließlich die am Aufbau dieser Zellen beteiligten Proteine abbauen, dagegen nicht diejenigen anderer Gewebe. Derartige Versuche sind außerordentlich schwer eindeutig durchführbar. Es liegen sehr viele Fehlermöglichkeiten vor. Es gilt dies erstens von dem anzuwendenden Organeiweiß resp. dem daraus dargestellten Pepton und ferner von der Gewinnung
more » ... von der Gewinnung der Zellfermente. Jedes dem Organ als solchem nicht zugehörige, d. h. für es nicht charakteristische Gewebe -wie Nerven, Gefäße aller Art, Bindegewebe -kann zu vieldeutigen Ergebnissen und damit zu unrichtigen Schlußfolgerungen führen. Besondere Schwierigkeiten bereitet die Darstellung der Zellfermente; Wir wandten zunächst die Preßsaftmethode und dann mit besserem Erfolge die Macerationssaftmethodean. Man steht in jedem Falle vor einem Dilemna. Entweder wird das Organ, dessen Fermente man gewinnen möchte, gründlich entblutet und auch von Lymphe frei gewaschen. In diesem Falle kann es sich ereignen, daß der Preß-resp. Macerationssaft ganz unwirksam ist. Es sind die Zellfermente bei der Behandlung mit Wasser fortgespült oder geschädigt worden. Zahlreiche Versuche scheiterten an diesem Umstände. Oder aber man verzichtet auf eine allzu gründliche Durchspülung und Auswaschung der Ge-*) Emil Abderhalden und Andor Fodor, Diese Zeitschrift,
doi:10.1515/bchm2.1914.91.1-2.96 fatcat:ht6mvox7y5fzbddarhiwbzcpvu