Experimentelle Untersuchungen über intravitale Hämolyse

R. Bieling, S. Isaac
1922 Zeitschrift für Die Gesamte Experimentelle Medizin  
In der ersten Mitteilung war gezeigt worden, dab die Blutk~irperchen einer M~us, welcher M~usehhmolysin injiziert wurde, sieh in der Blutbahn mit dem eingespritzten Amboeeptor beladen und dal~ die hierdurch serol0gisch verhnderten Zellen nunmehr haupts~chlich in die Milz ~bwandern, dort sich ansammeln und der H~molyse verf~llen. Es wird nun zu untersuchcn sein, inwieweit diesem Beispiel allgemeinere Bedeutung zukommt, d.h. ob vergnderte, unbrauchb~re oder in ihrer Funktion gest6rte Erythrocyten
more » ... st6rte Erythrocyten mit RegelmgBigkeit aus dem Blur in die Milz zur Aufl/Ssung transportiert werden. Um diese Frage zu beantworten, ~urden die folgenden Versuehe unternommen. Versuche mit arffremden Blutk6rperchen. Injiziert man einem Tier BintkSrperchen einer anderen Tierart, so werden diese als artfremde Zellen rasch wieder aus dem KSrper ausgeschieden. Dazu werden sic aufgel5st und es kommt, wenn man geniigende Mengen eingespritzt hat, zur Ausscheidung yon Blutfarbstoff durch den Harn. Dieser ¥organg der intravitalen ~I~molyse artfremder in die Blutbahn eingespritzter Erythrocyten, sowie die darauffolgende H~moglobinurie wurden im Vergleich zu den frtiher mitgeteilten Befunden n~her untersucht. Dabei ergab sieh, da6 auch die artfremdcn BlutkSrperchen aus dem Kreislauf in die Milz abwandern, sich dort so stark ansammeln, dab ein betr~chtlichcr Milztumor entsteht. Diese geschwollene Milz enthMt dann ganz iiberwiegend die artfremden BlutkSrperchen, welche sich bereits in der Blutbahn mit Normalamboceptor beladen haben und in den Milzr~umen leicht der Hi~molyse anhcimfallen.
doi:10.1007/bf02622918 fatcat:xna2qbrpxnckfdijeenh6v3fr4