Ueber die Schlafwirkung des Veronal

Kurt Mendel, J. Kron
1903 Deutsche Medizinische Wochenschrift  
Aus einer Reihe von Präparaten, welche Emil Fischer und J. y. Mering auf ihre hypnotische Wirkung hin an Hunden geprüft haben (Therapie der Gegenwart 1903, Heft 3), heben diese Autoren das "Veronal" als besonders geeignetes Hypnoticum hervor und empfehlen dasselbe den Klinikern zur Prüfung seines therapeutischen Werthes. Betreffs der näheren chemischen Zusammensetzung des Mittels verweisen wir auf die oben zitirte Arbeit und heben hier nur hervor, dass das Veronal ein schön krystallisirender,
more » ... rystallisirender, farbloser Stoff ist, der schwach bitter schmeckt und in Wasser gut löslich ist. Ausführlichere Berichte über die Wirkung des \Teronals liegen bisher von Rosenfeld,2) Lilienfeld,') Poly,4) Wiener,5) ATürth,O) Lotsch) und B erent6) vor. Sämmtliche Autoren haben aus ihren Erfahrungen am Krankenbette ein durchaus günstiges Urtheil gewonnen. Poly schliesst sogar seine Arbeit damit, dass er sagt, dass das Veronal bald ein beliebtes, wenn nicht das beliebteste Schlafmittel" werden wird, und Lilienfeld sagt in seinem am 29. April 1903 in der Berliner medizinischen Gesellschaft gehaltenen Vortrage unter anderem wörtlich folgendes: Ich kann meine Erfahrungen über das Mittel dahin zusammenfassen, dass wir in demselben ein, ich möchte fast sagen, unfehlbares Hypuoticum gewonnen haben, dem keines unserer bisherigen Schlafmittel Ob und in wie weit sich die Wirkung desKohlenlichtes in der Form,
doi:10.1055/s-0028-1138650 fatcat:m5jo63ui6nedhoa26ihckckig4