38. Deutscher Aerztetag in Stuttgart, 23. und 24. Juni 1911

J. Alexander
1911 Deutsche Medizinische Wochenschrift  
Die Versammlung wurde morgens 9 Uhr ven dem Vorsitzenden Löbker (Bochum) eröffnet. Redner gedenkt zunächst in ehrenderi Worten der Verstorbenen: Scherer, Lindmann, Königsliöfer und Lent. Darauf gibt er einen Ueberblick der Beratungsgegenstände. Die Stellung der Aerzteschaft zur RVO. sei durch die Aerztetagbeschlüsse von Königsberg und Lübeck endgültig festgelegt. Eine tatsächliche gesetzliche Regelung der Kassenarztfrage sei nicht zu erwarten; wir dürften nunmehr die Durchführung unserer
more » ... rung unserer Forderungen nur auf dem Wege der Selbsthilfe und freien Vereinbarung mit den Kassen erstreben. Es folgen Begrüßungsansprachen der Vertreter der württembergischen Staatsregierung, des preußischen Ministers des Innern, der Stadtverwaltung Stuttgarts, der medizinischen Fakultät der Universität Tübingen, der württembergischen Aerzteschaft. Ihnen allen dankt der Vorsitzende; in Württemberg sei der Beweis erbracht, daß die ärztlichen Interessen und die öffentlichen i bezug auf clic RVO. sich nicht kreuzen. Der vorliegende Geschäftsbericht wird durch Kenntnisnahme erledigt ebenso der Kassenbericht. Der Voranschlag, der mit einem -voraussichtlichen Ueberschuß schließt, wird angenommen. Der Mitgliederbeitrag wird wie im Jahre 1911 auf 5 M festgesetzt. Dcii Bericht liber die durch die Iteichsversicherungsordnung gesehalleneu Verhältnisse Tür den ärztlichen Standl) erstattet wiederum Streffer 1) Vgl. den Aufsatz von Winkelmann in No. 24, 5. 112l. 1278 DEUTSCHE MEDIZINISCHE WOCHENSCHkIFT No. 27 Dieses Dokument wurde zum persönlichen Gebrauch heruntergeladen. Vervielfältigung nur mit Zustimmung des Verlages.
doi:10.1055/s-0028-1130803 fatcat:aehyhfnlifap7j5pvkgthyx5hm