Geographic range limits and ecological niches of parapatric land salamanders - a case study for the European Alps [thesis]

Philine Werner
2014
Untersuchungen zur geographischen Verbreitung von Arten und die Aufklärung ihrer determinativen Faktoren gehören zu den Kerndisziplinen in der Biogeographie. Das Verbreitungsgebiet ist die räumliche Reflexion der ökologischen Nische einer Art, die durch die Erreichbarkeit, abiotische Umweltfaktoren sowie biotische Interaktionen bestimmt wird. Diese Faktoren können die Verbreitung einer Art mit variierender Intensität beeinflussen, wobei ihr Einfluss je nach der räumlichen Skala der Untersuchung
more » ... la der Untersuchung erkennbar ist. Parapatrie beschreibt ein Verbreitungsmuster, in dem sich die Areale zweier Arten entlang einer abrupten Arealgrenze treffen und schmale Kontaktzonen bilden. Oft spielt hier die Wechselwirkung von abiotischen Bedingungen und zwischenartlicher Konkurrenz eine wichtige Rolle. Die Areale der Land-salamander Salamandra salamandra und S. atra bilden eine schmale Kontaktzone in den Europäischen Alpen. Es sind nur wenige syntope Fundorte bekannt und der Grund für ihre parapatrische Verbreitung ist unklar. Ziel war es daher den Einfluss abiotischer und biotischer Faktoren auf die Verbreitung der Arten in ihrer Kontaktzone auf verschiedenen Skalen zu bestimmen. Auf der Makro-Skala wurde untersucht, welche Rolle das Klima bei der Festlegung der abrupten Arealgrenzen der Arten in drei Kontaktzonen in der Schweiz spielt. Hierfür wurden mittels Vergleich der Klimabedingungen an Salamander-Fundpunkten sowie ökologischer Nischenmodelle die Klimanischen der Arten und ihre Überlappung bestimmt. Die Analysen zeigten spezifische Nischen für die Arten, dass ihre Arealgrenzen in den Kontaktzonen entlang starker Klimagradienten verläuft und dass Klima somit eine wesentliche Rolle für ihre Arealgrenzen spielt. Die mäßige Nischenüberlappung sowie die geographische Variation der Nischen und Klimabedingungen an Salamander-Fundpunkten hingegen suggerieren, dass beide Arten innerhalb eines breiteren Spektrums an Bedingungen vorkommen und biotische Interaktionen ebenfalls bedeutend sein könnten. Für ein besseres Verständnis des begrenzt [...]
doi:10.25353/ubtr-xxxx-924b-2936/ fatcat:p3f7blpyknaqdgq4af3njip6eu