II. Ueber Asepsis und Antisepsis in der Geburtshülfe

P. Baumm
1896 Archiv für Gynäkologie  
Die MortalR~ttsziffern sind in den Geb~rh~;usern allgemein und dauernd auf einen Punkt gesunken, mit dem die grztliehen Leiter beinahe ganz zufrieden sein kSnnen. Beziiglich der Norbidit~;t aber bestehen noeh grosse Differenzen zwisehen den versehiedenen Ent-bindungsh~usern, wenn man unter Morbidit~t lediglich alle Temperatursteigerungen fiber 380 C. ohne Riieksieht auf den weiterea Verlauf vers~eht. Ob dieser Standpunkt der richtige ist~ bleibt eine Frags fiir sieh, auf die ich nosh
more » ... ich nosh zuriiekkomme. Genug, man hat sieh gsw6hnt~ alle W/Schnerinnen fiir krank zu erkl~;ren~ deren Temperatur auch nut einmal 380 C. iiberschreitet. Es ist ferner klar, dass das Fieber dsr W6ehnerinnen, soweit es yon den Geschlsehtstheilen ausgeht, sin Wundfiebsr ist, ents~anden dureh Infection der dort bel]ndliehen Wunden. ttisraus folgt zweisrlei: 1. Wit miisssn dutch prophylaktisehe Maassnahmen ss dahin zu bringen suehen, dass unsere W6ehnerinnen 38 o C. garnieht oder so selten wie m6glieh iibsrschreiten. Die Lsitung und Msthode derjsnigen Ans~alt ist dig beste, die am wenigsten Prssent Fisbernde aufzuwsisen hat. 2. Fiebsrt eine W/Sehnerin, so muss unsere Therapie dahin zielen, dig eingedrungenen Keime unseh~dlieh zu maehsn. Diejenige gethode isic die beste, dig alas am sehnellstsn und unge-f~hrliehsten erreieht. Ich gehe auf diess Punkte e~was n~;hsr tin. Ieh muss gestehen, dass die glS;nzenden Statistiken yon 5letmann, ttofmeier, Leopold~ Frommel~ Braun, v. Fernwald u. A. lange Zeit meinen Neid erregC haben, denn rosins Fieberfrequenz hat sieh immer zwisehen 20 und 30 pCt. bewegt. Sit
doi:10.1007/bf02002281 fatcat:dgp6im6dzrdl7ihoib7fjfqnou