18F-FDG-PET/CT-Diagnostik in der onkologischen Nachsorge bei Patienten mit Mammakarzinom [thesis]

Gila Yvonne Jäger, Universität Ulm
2016
Das Mammakarzinom gehört zu einem weltweit am häufigsten diagnostizierten Krebsleiden der Frau. 1,1 Millionen Frauen erkranken zwischen dem 30. und 60. Lebensjahr an einem bösartigen Tumor der Brustdrüse. Zur Erfassung eines Tumorfortschrittes gibt es neben dem klinischen Befund, den Tumormarkern und den radiologischen Verfahren die nuklearmedizinische Diagnostik, zu der die 18F-FDG-PET/CT-Untersuchung (PET/CT) zählt. Die vorliegende Arbeit setzt sich mit dem Stellenwert der PET/CT-Untersuchung
more » ... in der onkologischen Nachsorge bei Patienten mit Mammakarzinom auseinander. Es wurden 57 Patienten mit operativ gesichertem Mammakarzinom erfasst. Nach Durchführung der Primärtherapie wurden alle Patienten im Rahmen der onkologischen Nachsorge bei suspekter Befundkonstellation einer oder mehreren PET/CT-Untersuchungen unterzogen, welche vor und nach einer lokalen oder systemischen Therapiemaßnahme durchgeführt wurden. In der Arbeit zeigt sich, dass die PET/CT-Diagnostik bei Patienten mit Mammakarzinom in der onkologischen Nachsorge sinnvoll ist. Grund hierfür ist die gute Visualisation der Tumorausdehnung, die bei dem untersuchten Patientenklientel zu einem Wechsel der Therapieintention bei 51 % der Patienten führte. 32 % (18/57) der Patienten konnten nach der PET/CT-Diagnostik unter potentiell kurativen Kautelen therapiert werden. Bei 32 % der Patienten (in 25 % bezogen auf alle PET/CT´s) kam es zu einer Änderung des Therapiemanagements. Die fokale intraläsionale 18F-FDG-Anreicherung unterscheidet sich im Lokalrezidiv und in den lymphogenen, ossären und viszeralen Metastasen. Es fand sich kein Zusammenhang zwischen den Standardized Uptake Value Werten und der jeweiligen Metastasengröße. Bei den untersuchten Patienten nahm die fokale 18F-FDG-Aufnahme nach Strahlentherapie, Chemotherapie und kombinierter Antiöstrogen-/Chemotherapie ab, hingegen bei weiter bestehender Antiöstrogentherapie zu, sodass unter Zuhilfenahme der PET/CT-Diagnostik das Therapieansprechen beurteilt werden konnte.
doi:10.18725/oparu-1561 fatcat:5aevcwwtenbslbqrtdt55fhufy