Zur Kenntniss der Magenverdauung bei Phthisikern

C. Hildebrand
1889 Deutsche Medizinische Wochenschrift  
aus Lund in Schweden. Bei der Behandlung der Tuberculose sind wir in Ermangelung zuverlässiger specifiseher Mittel bekanntlich vor allem darauf angewiesen, den Organismus möglichst kräftig und widerstandsfähig zu machen. Allgemein legt man darum in der Behandlung der Tuberenlose das Hauptgewicht auf möglichste Hebung der Ernährung. So rationell dies indess auch erscheint, so begegnet doch die Durchführung dieses Princips in praxi mancherlei Schwierigkeiten. Keineswegs selten begegnet man bei
more » ... begegnet man bei Tuberculösen mehr oder minder hochgradigen dyspeptischen Beschwerden, selbst in Fällen, in denen jegliche Fieberbewegung fehlt. Insbesondere aber begleitet die Tuberculose häufig ein bald stärkeres, bald geringeres Fieber ; auch dieses aber ist im Stande, eine Rftckwirkung auf die Verdauungsorgane auszuüben. Für die Frage nach der zweckmässigsten Ernährungsweise bei Tuberculösen ist es zweifelsohne von grösster Bedeutung, das Verhalten der Verdauungsorgane bei dieser Krankheitsform genau zu kennen. Von vornherein ist zu erwarten , dass diese sich keiueswegs in allen Fällen von Tuberculose gleichartig verhalten werden.
doi:10.1055/s-0029-1198376 fatcat:2w2n4dbzfngknoxkg6fi3qnopm