Ist die Resorption des verdauten Albumins von seiner Diffusibilität abhängig, und kann ein Mensch durch Pepton ernährt werden?

Albert Adamkiewicz
1879 Virchows Archiv  
Ad,amkiewicz, Pl'ivatdocenten an de~' Univel"sit~.t and Assistenzarzt am Charit4-Krankenhause zn Bel'lin. Wenn man in Salzsliure gequollenes und durch Pepsin in be= kannter Weise 1) verdautes Fibrin mit Natriumcarbonat neutralisirt his die Fliissigkeit blaues Lacmuspapier nicht mehr ri)thet und wenn man diese Li~sung durch Kochen nach minimaler Ans~iuerung, Filh'iren, F~illen mit absolutem Alkohol, l~ingeres Stehenlassen des abfiltrirten Niederschlages unter Alkohol und endlich dutch
more » ... ch dutch Wieder-aufli~sen desselben in Wasser und erneutes Filtriren so vollkommen yon Eiweiss gereinigt hat, (lass die verdaute Substanz keinen in der Wiirme mehr flillbaren Bestandtheil enthlilt; --so ist als Resultat dieser Art yon kiinstlicher Ver'dauung, welche alle zersetzenden chemischen Eingriffe vermieden hat; ein Kih'per entstanden, dessert concentrirte Liisungen in der Kiilte wie Leimmassen erstarren und dessen erstarrte Massen sich in der W~irme wie schmelzendes Fett verfiiissigen.') --Kaltes Wasser und alle diejenigen Reagentien, t) hdamkiewicz~ Natur und Nfihrwerth des Peptons. Berlin t878. S. 33. Hirschwald. 2) In meiner ersten hrbeit (1. c.) babe ich bei Erwiihnung dieses Vorganges yon einer ,Schmelzung ~ des Peptons gesprochen, und ich finde nachtr~ig]ieh, dass aueh Briicke diese Bezeichnung f/ir denselben Prozess fiir zutreffend gehalten hat. Indem dieser hoeh angesehene hutor die Eigenschaften eines KSrpers beschreibt (Vorlesungen fiber Physiologie. Wien 1875. Bd. I. S. 93), welchen Benee Jones ffir hcidalbumin gehalten hat, der aber nichts anderes als Pepton gewesen sein kann (s. weiter unter Syntonin)~ sagt er: "Die Fliissigkeit tst durehsichtig~ h~iehstens etwas opalisirend; sie ist vollkommen beweglich, wie eine w~issrige LSsung. Wenn man sie aher erkalten llisst~ so gesteht sie zu einer Gallerte, so dass man das Gins hinterher umkehren kann, ohne dass etwas herausfliesst. Setzt man es wieder in ein warmes Wasserbad, so l~st die Gallerte sich wieder auf ..... Diese "sehmelzende" Gallerte ist zuerst yon M ag en die dargestellt worden ..... " =-
doi:10.1007/bf02227263 fatcat:tpcgmrw345hijgnzztlicqhui4