Ueber die chirurgische Behandlung der Hautwassersucht (Schluss aus No. 48.)

1896 Deutsche Medizinische Wochenschrift  
Schluss aus No. 48.) Bevor ich die Krankengeschichten bringe, möchte ich die von uns gebruch1iche Art der Ausführung der Drainage etwas genauer schildern, da häufig der gute Erfolg von Kleinigkeiten abhängt. Wir benutzten ausschliesslich Troicarts, deren Canülen eine Länge von 10,5-11 ein und eine lichte Weite von 1,öO-1,75 mm hatten. Die Wände der Canüle zeigen in zwei Reihen je sechs runde kleine Fenster von ca. 3/4 mm Durchmesser. Diese Troicarts, gefertigt aus Niekelin oder verniekeltem
more » ... er verniekeltem Stahl , werden vor dem Gebrauch ebenso wie die Gummischläuche durch Kochen in Sodalösung sterilisirt. Waschen der zu drairiirenden Hautstelle (meist Unter-oder Oberschenkel) mit Wasser und Seife, Rasiren, Abreiben mit Alkohol und Ï °/oigem Lysol. Desinfection der Hände nach der Fürbringer'schen Vorschrift. Die Einführung der scharfen Troicarts durch die Cutis erfolgt schnell in schräger Richtung, dann wird der von den Fingern gehaltene Knopf des Instrumentes bis zur Hautoberfläche gesenkt und, während die Spitze im Unterhautzellgewebe langsam weitergeschoben wird, auch auf derselben gelassen, damit die Canüle möglichst parallel zum Hautniveau in der Tela subeutanea liege. Nun erst wird das Stilet herausgezogen und über das noch etwa 3-4 cm hervorstehende weite Ende der Canüle ein dünner Gummischlauch gestülpt, welcher in ein am Boden stehendes Gefäss mündet. 1) Schabert, I. e. empfiehlt, vorher zehn Minuten lang Eis aufzulegen. Vor Aether oder Cocamn warnt er, weil er zu stark reize. Dieses Dokument wurde zum persönlichen Gebrauch heruntergeladen. Vervielfältigung nur mit Zustimmung des Verlages.
doi:10.1055/s-0029-1204770 fatcat:sfey6nit35dmrh36itjwa4w4pi