Zur Saugbehandlung der Cervixgonorrhoe

J. Leyberg
1909 Archives of Dermatological Research  
Nach den vielfaehen Erfahrungen der Frauen~rzte iiber die B i e r sche Stauungs-resp. Saugbehandlung bei verschiedenen gyn~kologischen Leiden scheint dieser Methode im Vergleich zu den unbestreitbaren Diensten, die sie auf dem Gebiete der Chirurgie leistet~ ein viel geringerer Wert zuzukommen. Zum mindesten zweifelha{t sind die Behandlungsresultate in den F~illen, wo der zu beeinflussende Krankheitsproze] sich im UteruskSrper oder in dessen Adnexen befindet. Bei der gewShnlichen Technik dieses
more » ... hen Technik dieses Verfahrens mull allerdings damit gerechnet werden, dal] dabei die erwiinschte Stauungshyper~mie im UteruskSrper aus rein physikalischen Grfinden nicht erzeugt werden kann, denn sobald der Luftdruck im Spekulum durch Aspiration herabgesetzt wird, legen sich die Innenwandungen der UteruskSrperhShle aneinander und verhindern dadurch die Kommunikation tier UterushShle mit dem Spekulumlumen. Als Beweis dafiir, dal] sich der UteruskSrper dabei nicht mitbeteiligt, kann uns neuerdings das Experiment W e e h s b e r g s dienen, der an einem der Saugung ausgesetzten und gleieh danach exstirpierten Uterus zeigen konnte, da{] dabei nur die Cervix allein bis zum inneren Muttermunde der Stauungshyper~mie anheimfs w~hrend der ganze UteruskSrper sich aul]erhalb des Einflusses des Saugapparates befindet.
doi:10.1007/bf01830106 fatcat:kncz6ggduzhytpwyypwkwgghau