Steingarten, Schweizerhaus, Hängebrücke und Wasserfall

Hilke Steinecke, Peter Schubert
2018
Idealbild einer romantischen Landschaft Ende des 18. bis weit ins 19. Jahrhundert war die Schweizer Bergwelt das Idealbild einer Landschaft. Deshalb war die Schweiz auch eine Station der legendären Grand Tour. Hierunter versteht man seit der Renaissance eine obligatorische Bildungsreise (Angehöriger des europäischen Adels und später ebenso des gehobenen Bürgertums) durch Mitteleuropa. Ziele waren vor allem Italien, Spanien, aber auch die Schweiz und das Heilige Land. Die Grand Tour spiegelte
more » ... d Tour spiegelte sich im 18. Jh. vor allem in England in vielen literarischen Werken wider. Man begeisterte sich in der Schweiz für erhabene Berge, rauschende Wasserfälle, Seen und nicht zuletzt für die Menschen und ihre Behausungen. Die Gehöfte der schweizerischen Bergbevölkerung waren symbolträchtig, da sie Teile der wildromantischen Landschaft darstellten. Die Schweiz und ihre Bewohner versinnbildlichten zudem das freiheitliche Denken in der ersten Demokratie Europas. In ihrer Heimat zurück, ließen sich die Teilnehmer einer Grand Tour in ihren Parks oft Steingärten anlegen und zuweilen auch ein "Schweizerhaus" bauen, um ihre Naturbegeisterung und ihre freiheitsliebende Gesinnung zum Ausdruck zu bringen. Schweizerhäuser Im Mittelrheintal bei Trechtinghausen nutzte man 1842 -1844 die natürlichen Steilhänge, um auf einem Felsplateau in 130 m Höhe über dem Rheintal ein Schweizerhaus zu errichten,
doi:10.21248/palmengarten.267 fatcat:hzcsjh7ma5dbnlxmeomtu3pnj4