XV. Auszüge

1890 Zeitschrift für Kristallographie - Crystalline Materials  
XV. Auszüge. 1. Η. Wulf (in Leipzig): Beitrag zur Petrographie des Hererolandes in Südwest-Afrika (Tschermak's min. u. petrogr. Milth. 1 887, 8, 1 93-238). Augit-Skapolithgneiss von der Kupfermine und von Husab am Tsoachaub (östl. von der Wallfischbai). Der Skapolith des erstgenannten Fundortes ist sehr frisch, unregelmässig begrenzt und spaltbar nach {110} und {010}. Optisch einaxig, negativ. Parallel der Hauplaxe zahlreiche Einlagerungen von Eisenglanztäfelchen, welche eine Absonderung
more » ... Absonderung bewirken; namentlich ist der Skapolith des zweiten Fundortes so reich daran, dass er eine graublaue Farbe erhält. Auch Einschlüsse eines anderen Minerals, wahrscheinlich Quarz. Die Analyse des mittelst Thoulet'scher Lösung isolirten Minerals ergab : 100,36 100,54 100,45 Die Analyse des noch ziemlich frischen Augits des ersten Gesteines unter III. Der Analyse I kommt am nächsten ein Skapolith, bestehend aus 50 °/ 0 Me und 50 % Ma, der Analyse II ein solcher mit 45 % Me und 55 % Ma. Wollastonit-Augit-Gneiss von Reed. Der Wollastonit erscheint in dem ziemlich feinkörnigen, graugrünen Gesteine als primärer Gemengtheil. Er ist nach der Orthodiagonale gestreckt, tafelig nach {100}, und mit diesem ungefähr der Schieferung des Gesteines parallel gelagert; er erscheint daher meist in langen (0,25 X 0,1 mm) Leistchen. Zwillingsbildung nach {i00}. Spaltbarkeit nach {100} und {00l}. Sehr frisch, Interpositionen von Titanit und Augit, von welch' letzteren er nicht getrennt werden konnte. Die nur mit 0,24 g angestellte Analyse zeigt, dass es sich um einen Thonerde-Magnesia-haltigen Wollastonit handelt: Si0 2 = 49,25, {Al 2 0 3 + Fe 2 0 3 ) = 5,78, CaO =• 42,48,
doi:10.1524/zkri.1890.17.1.199 fatcat:igua7wa5lbbzxmqkm76bcsoy5e