Beiträge zur Kenntnis des Thallohydroxyds

Fritz Bahr
1911 Zeitschrift für anorganische Chemie  
&lit 8 Figuren im Text. Im Jahre 1908 Furden in der physikalisch-chemischen Abteilung des hiesigen UnivePsit~tslaboratoriums von JOHN JOHXSTON, durch direkte Messung sowohl nach der dynamischen, ale auch nach der statischen Nethode die Dissoziationsdrucke der Hydroxyde und Karbonate der Alkalimetalle und der Erdalkalien quantitativ bestimmt.l Auch das Hydroxyd des einwertigen Thalliums, welches durch seine stark basischen Eigenschaften und seine grofse Loslichkeit in Wasser grolse Ahnlichkeit
more » ... rolse Ahnlichkeit mit den Alkalihydroxyden beweist, wurde auf seine Dissoziationsdrucke untersucht. Alle Tersuche, iibereinstimmende Werte fiir dieselhen zu erhalten, blieben jedoch erfolglos, so daIs JOHXSTON sich mit d e n Hinweis begniigen muls, dafs bereits bei 100° C das Thallohydroxgd einen erheblichen Uissoziationsdruck erkennen lafst. Eine annahernde Vorstellung uber die Grolsenordnung der Dissoziationsdrucke des Thallohydroxyds kiinnen wir auf folgende Weise erhalten. . Unter Zugrundelegung gewisser Annahmen ist es NEBNST gelungen, ein allgemeines Integral fur die VAN'T HoFFsche Qleichung: Iz zu bilden, in welchern aufser der Reaktionswarme Q des betreffenden Vorganges als einzige Unbekannte eine Integrationskonstante C enthalten ist, welche fur einen bestimmten Stoff, bei den verschiedensten Dissoziationsprozessen einen stets gleichbleibenden Wert besitzt. NEI~NST gibt fur Wasserdarnpf den Wert C = 3.6 am2 Die auf diese Weise von NEBNST gefundene Kaherungsformel lautet: l o g p = -___ ' -. + 1 . 7 5 l g T + C * R T Zeitschr. phys. Chem. 68, 330. ffottinger Nuchrichtpiz 1906, 23.
doi:10.1002/zaac.19110710107 fatcat:cfswzmmmqnhhdl3ijajcl47hzy